Ein Raum ohne Fenster. Es ist früh. Noch bevor mein Tagwerk beginnt. Bin müde. Stühle säumen die Wände. Tische in den Ecken. Nur das fahle Licht der Leuchtstoffröhren über mir. Ein unbestimmter Geruch liegt in der Luft. Vermutlich ein Reinigungsmittel. Der Geruch findet seinen Weg in mein Gehirn. Kopfschmerzen steigen auf.
Die Kugelschreiber schreiben grün. Ausgerechnet grün. Wenn auch ein blasses. Farbe der Natur. Farbe der Hoffnung. Ausgerechnet hier. An einem Ort bar jeder Natur. Aber viel Hoffnung.
Zwei Flaschen Wasser stehen auf einem Tisch. Still und klassisch. Drei einsame Pappbecher. Ineinandergeschoben. Ich bin es nicht, der wartet. Ich warte wieder nur mit. Ich nehme den mittleren Becher. Fülle ihn mit Wasser. Reiche ihn weiter. Ich höre die Geräusche eines MRT. Sie sind unverwechselbar. Menschen werden gerufen. Menschen gehen.
Ich schau auf die Uhr. Ich hätte gern ein Fenster.