Das Foucaultsche Pendel – Umberto Eco

geschrieben am 14. Oktober 2026, gelesen 1994

Ja, was kann ich dazu sagen? Nein, genau genommen müsste die Frage lauten: Was sollte ich dazu sagen? Und darauf gibt es eine eindeutige Antwort: eigentlich nichts. Dieses Buch ist mein Endgegner.

Ich besitze es seit über 30 Jahren und habe es bis heute nicht geschafft, es zu Ende zu lesen. An Versuchen fehlte es nicht, doch jedes Mal höre ich irgendwann auf – nur nicht immer an derselben Stelle – und greife zu einem anderen Buch, das verlockender erscheint. Der Stollen, den ich in dieses intellektuelle Gebirge treibe, reicht bei jedem Versuch unterschiedlich tief. Leider ist es nicht einmal so, dass ich mit jedem Versuch tiefer vordringe. Mancher Versuch in den letzten Jahrzehnten endete schon kurz hinter der ersten Erdschicht. Bei anderen bin ich zunächst auf eine weiche Stelle gestoßen, nur um dann vor massivem Granit zu stehen.

Es ist das einzige Buch, das ich nie zu Ende gelesen habe. Auf knapp der Hälfte seiner Seiten bleibt immer unerkundetes Land.

Vielleicht boxe ich einfach nicht in der intellektuellen Gewichtsklasse, die man braucht, um dieses Buch genießen zu können. Umberto Eco war ein Gelehrter im besten Sinne. Vielleicht schrieb er das Buch für seinesgleichen.

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