Dies ist keine Rezension, ich verteile auch keine Sterne. Dies ist Teil meiner kommentierten Leseliste. Das, was mir als erstes durch den Kopf geht, wenn ich das Buch in die Hand nehme. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.
geschrieben am 25. Oktober 2026, gelesen 1998
Neil deGrasse Tyson nannte es „The Book of Carl“: „Blauer Punkt im All“. Auf Englisch heißt es „Pale Blue Dot“. Der Name bezieht sich auf den kleinen blauen Punkt auf einer der wohl berühmtesten Aufnahmen von Voyager 1. Sie wurde aus einer Entfernung von „Milliarden und Milliarden“ Kilometern aufgenommen (sechs Milliarden, um genau zu sein) und zeigt unsere Erde. Nicht einmal ein Pixel, in einer Anmutung von Blau. Wenn man sehr genau hinsieht.
Für mich hat dieses Bild eine ähnliche Bedeutung wie AS11-44-6642 – jenes Foto, das sich dadurch auszeichnet, dass außer dem Fotografen wirklich jeder andere Mensch vor der Kamera war. Hinter Michael Collins war kein einziger Mensch mehr.
„Pale Blue Dot“ ist eine Aufnahme, auf der jeder Mensch zu sehen ist, der zu diesem Zeitpunkt lebte. Jeder Einzelne ist vor der Kamera. Und – abgesehen von der Sonde selbst – eigentlich alles, was wir je geschaffen haben.1 Und sie zeigt, wie klein das alles im großen Zusammenhang eigentlich ist.
Müsste ich mich für fünf Bücher aus meinem Regal entscheiden, die ich behalten dürfte – dieses käme als Erstes in den Karton. Mehr möchte ich gar nicht dazu schreiben. Ich stelle es jetzt vorsichtig zurück ins Regal.
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Okay, man kann hier sehr pedantisch sein: Die eine oder andere damals schon gestartete Sonde war wohl nicht mit im Bild. ↩