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WerbungSunday, August 28. 2005
Ich war eigentlich bisher immer der Meinung, das sich erfolgreiche Beziehungen (also jene, die über die einmalige körperliche Interaktion hinausgehen) an gemeinsamen Interessen kristallisieren. An gemeinsamen Erinnerungen, an gemeinsamen Tätigkeiten, an gemeinsamen Gefühlen. Deswegen wirkt die aktuelle T-Mobile-Werbung ein wenig seltsam auf mich. Zwei Menschen treffen aufeinander, und sie haben anscheinend keinerlei Gemeinsamkeiten. Sie beherrschen nicht einmal mehr die Kunst der gepflegten Konversation, in dessen Verlauf sich vielleicht ein interessantes Gespräch ergibt.
Continue reading "Werbung" Back to the FiftiesSunday, August 28. 2005(gefunden bei Don Alphonso) (gefunden bei Lummaland) Beide Zitate sind mitnichten aus aus Buechern, die in den fuenfziger Jahren geschrieben worden sind. Beide Zitate sind von Herrn Kirchhof. Ist schon etwas bizarr: Die Politik von Herrn Schröder ermöglicht es, das eine geschiedene, ostdeutsche und evangelische Frau sowie ein Schwuler in die Spitzenposition dieses Landes kommen können, die dann wiederum ein Gesellschaftsverstaendnis mit den Vorzeichen der fünfziger Jahre in ihren Reihen tragen (mehr Kirchhofs unter: Vorwärts) Singing in the Rain - itunesSaturday, August 27. 2005
Nun ... seit ein paar Tagen auch auf iTunes: Mint Royale - Singing in the rain
BeobachtungenFriday, August 26. 2005
Ich habe ja schon öfters in diesem Weblog erläutert, das das Interessanteste an Bahnfahren das beobachten anderer Menschen ist. Diese Aussage übersieht einen wichtigen Punkt: Die meisten Menschen sind einfach nur langweilig, so jetzt vom beobachtenden Standpunkt. Deutsche verfallen in eine merkwürdige Starre, wann immer sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Sie steigen ein, gehen in eine Art Stasis über und wachen erst kurz vor ihrem Zielort aus diesem Zustand zwischen Wach und Schlaf wieder auf. Das wird wohl auch einer der Gründe sein, ...
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Posted by Joerg Moellenkamp
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itunes ...Thursday, August 25. 2005
Ich hatte dann mal wieder einen meiner kleineren woechentlichen Shoppinganfälle bei iTunes ... herausgekommen ist:
Apoptygma Berzerk - In this together: Hier bin ich irgendwie ganz klassisch und abgrundtief enttaeuscht. Ich habe "Welcome to Earth" und in Teilen "Harmonizer" hoch und runter gehoert. Aber wenn ich derlei platte Sachen hoeren moechte wie dieses neuste Erzeugnis nehm ich mir die Charts Platz 1-10 vor. Wahrscheinlich wird das Stueck dort auch landen. Nur ist das nicht mehr APB. Das ist eher Rasmus gemischt mit De/Vision. Naja ... vielleicht kann ja VNV-Nation noch was interessantes daraus machen. (itunes) Jem - They: Sehr hoerbar. Junge Sängerin aus Grossbritannien. Ein wenig strange ... aber nicht destotrotz gut.(itunes) Depeche Mode - Precious: Meiner Meinung ist ja "Songs of faith and devotion" die beste Scheibe, die Depeche Mode bisher herausgebracht haben. Precious hoert sich an als könnte es von dieser CD sein, das Stueck ist nur sehr viel elektronischer. Sehr hörbar.(itunes) Leftfield - Melt: ja .. ist uralt, ist von der "Leftism". Ich bin ueber SomaFM drueber gestolpert. Hatte die CD vor Jahren in der Hand. Habe sie mir trotzdem nicht gekauft damals. Weiss nicht mal warum. Musik zum entspannen.(itunes)
Posted by Joerg Moellenkamp
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dtraceThursday, August 25. 2005
Sollte jeder lesen, der mit Solaris 10 zu tun hat: Top 10 dtrace Scripts. Ansonsten findet man auf dtrace tools jede Menge weiterer Scripte.
Links of the last daysThursday, August 25. 2005
Der IT-Jungle spekuliert in Sun's Opteron-Based Galaxy Servers Launch September 12 ueber unsere neuen Server. Insgesamt wohlwollend. ARNet kommentiert den weiteren Verlauf des Sun/Storage-Tek-Mergers. News.com berichtet im Blog zum Thema Sun Microsystems ueber die Zukunft von Niagara. Apropos Multicore: Mit BEA ist einer der wesentlichen Softwareanbieter auf ein sockelbasiertes Lizensierungschema umgestiegen
Ansonsten habe ich einen neues Messkriterium gefunden, um herauszufinden, ob eine Technik unserer Firma (oder jeder anderen Firma) gut ist: Den Bright-Eye-Index. Wenn mir ein Techniker von einem Produkt erzaehlt und dabei leuchtende Augen bekommt, ist das Produkt gut. Beispiel: Niagara beispielsweise hat auf einer Bright-Eye-Skala von 1 bis 10 mindestens eine 12 Windows ist überall.Tuesday, August 23. 2005Es gibt so viele Systeme, bei denen man sich fragt, mit was fuer einer Technik sie laufen. Manchmal wird es offensichtlich. Die Ankunftsanzeigen der Bahn laufen unter Windows. Aber das habe ich schon laenger vermutet. PS: Die Systeme bei denen nie solche Meldungen sieht, laufen wahrscheinlich unter Unix. Die Wahrheit dahinter ...Tuesday, August 23. 2005
Also, da sind sie nun zuende: Die Weltjugendtage werden allseits als Erfolg gewertet. Teilweise sogar als Wiederauferstehen des christlichen Wertemodells und dem Zurückweichen der atheistisch-hedonistischen Sicht der Dinge. Alles falsch. Glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, das die Jugend aus einem anderen Grunde nach Köln gefahren ist um Spass zu haben. Um Abends noch jemand abzuschleppen. Meine Vermutung ist ja, das in Köln mehr Kondome als Hostien verteilt wurden.
Und der Weltjugendtag ists dann auch nur geworden, weil das wertkonservativen Eltern leichter zu erklaeren ist, als der Besuch einer der üblichen technoiden Umzüge, auf der wie wir seit Jahren wissen nur leicht bekleidete Personen beiderlei Geschlechts ihr Unwesen treiben, die sich danach in gar ueblen Etablisments treffen um noch die eine oder andere Tablette einzuwerfen. Passenderweise gibt es ja in Hannover die Reincarnation Parade, nur ohne Benedikt ... Endlich...Friday, August 19. 2005
Ich glaube im Silicon Valley werden gerade einige Sektflaschen geoeffnet: Die Geissel der Galaxis, die Quell staendiger Qual, der Analyst aus den Tiefen der Hölle ... Steven Milunovich hat gekündigt um einen Hedge Fund zu gruenden ... passt irgendwie ....
HopihalidolThursday, August 18. 2005
Wenn man unter der Wahrnehmung leidet, das das eigene Leben doch eine der schwersten und anstrengensten Herausforderungen ist, die es auf diesem Planeten gibt und alle anderen das nur nicht zu würdigen wissen, empfehle eine Reise auf die andere Seite dieses Landes. Und damit meine ich nicht Bayern. Das finde ich auch schlimm, aber das hat andere Gründe die eher damit zusammenhängen, das ich "nordisch by nature" bin und somit schon eine genetisch veranlagte Skepsis gegen Menschen habe, die eine kaum verständliche Ableitung des Deutschen sprechen und einen erheblichen Überlegenheitshabitus an den Tag legen. Aber Bayern denken wohl genauso ueber Menschen, die im Grenzgebiet zu Ostfriesland aufgewachsen sind.
Ich denke da jetzt eher an die Reise in das Deutschland, das es nicht gibt, oder es zumindest sehr gut verdrängt. Das ist ungefähr so wie der Untergrund in Futurama. Nur das man in diesem keinen Kanaldeckel aufmachen muss, um dorthin zu gelangen. Es reicht einfach so gegen 0 Uhr auf dem Rückweg von Freunden die S-Bahn zu wählen. Vielleicht war der gestrige Tag ein wenig extrem, aber das pulsierende Nahverkehrssystem dieser Stadt verwandelt sich mit zunehmender Annäherung an den Betriebsschluss in eine doch recht lehrreiche Veranstaltung, wie tief man sinken kann, wenn niemand da ist, der einen aufhalten könnte. Da wäre der stark verwahrlosten Alkoholiker, der es problemlos schafft einen ganzen S-Bahnwaggon auszufüllen. Ich hätte stutzig werden sollen, als sich der ganze Waggon schlagartig leerte. Nase zu und durch. Weiterfahrt. Station Berliner Tor. Einen Bahnsteig gegenüber sieht man wie ein jemand sich kaum auf den Beinen halten kann und schwerfällig versucht den Waggon zu erreichen. Beim unvermeidlichen Stolpern über die Einstiegskante des Fahrzeuges verteilt er dementsprechend großflächig. Klassische Anzeichen einer Hopihalidol-Vergiftung. Sun´s Linux Killer shows promiseThursday, August 18. 2005
Wohlwollender Bericht auf TheRegister:Sun´s Linux Killer shows promise
Hamburg/Berlin - ExtrempendlerMonday, August 15. 2005
Ich habe mich ja in diesem Weblog schon häufiger darüber aufgeregt, das Zugfahren mit unter eine sehr nervige Sache sein kann. Alleine durch die Lautstärke der Mitfahrer. Was man aber auch sagen muss, manche Züge sind wirklich still. Bis auf den Zug hört man nichts. Nur das gelegentliche Klappern einer Tastatur. Zugeben: Es ist nicht einer der wirklich klassischen Gelegenheitsfahrer-Züge, in dem ich gerade sitze. 6.21 U3 ... ICE 1515 nach Berlin Zoo, 6.38 ab Hamburg Hauptbahnhof. 90 Prozent aller Leute in diesem Zug nutzen die Strecke wahrscheinlich als verlängerte Küche. Noch nicht richtig wach dösen sie beziehungsweise schlürfen im Halbschlaf ihren Kaffee.
Viele sind wahrscheinlich Berufspendler. Seit dem Hamburg und Berlin nur noch anderthalb Stunden auseinander sind, scheint es eine Alternative zu sein, nicht nach Berlin zu ziehen, wenn die Karriere nach Berlin ruft. Ich denke, das werde ich mal für meine weitere Lebensplanung im Hinterkopf behalten. Hamburg möchte ich nicht mehr missen, und ehrlich gesagt ist Berlin nicht gerade die Stadt in der ich leben und wohnen möchte. Was das Pendeln angeht, wird die Welt eh immer extremer. Vor nicht all zu langer Zeit fiel mir ein Bericht über Menschen in die Finger, die in Berlin leben und in Zürich arbeiten und zu den Grossabnehmern bei Billigfliegern gehören. Das Seltsame : Das macht sogar irgendwie Sinn. Könnte ich mir auch vorstellen, wenn ich nicht dieses seltsame Verhältnis zu Flugzeugen hätte. Endlich, die dunkelhäutige Dame junge Frau mir gegenüber hat endlich eine Position zum Dösen gefunden, die einigermaßen bequem erscheint. Vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, das es wenig alternativen zum Beine anwinkeln und Kopf auf die dem Mittelkorridor zugewandte Lehne gibt, wenn man auf ICE-T-Sitzen liegen möchte. Vielleicht hätte ich ihr bei dieser Gelegenheit auch gleich noch mal sagen können, das man Schuhe im Zug nur ausziehen sollte, wenn man nicht oder nur wenig zur Transpiration an diesem Körperende neigt. Aber dazu war ich selber viel zu sehr mit dem Versuch beschäftigt, wenn schon nicht Schlaf , dann doch wenigstens ein paar Minuten Dämmern in diese Zugfahrt zu pressen. Klappt irgendwie nicht. Schreibe also wieder. Ich sehe ein Flugzeug niedrig fliegen und die ersten Hochhäuser von Berlin sind auch im Dunst zu erkennen. Zeit, das Notebook zuzuklappen. Der Tag beginnt. Die Frage ist nur: Welche Überraschung hält er bereit? Hamburg - DockSunday, August 14. 2005GenerationenkonfliktSunday, August 14. 2005
Ich mag ja die CDU ... wirklich ... nicht wegen ihrer Politik, sondern weil sie mich so sehr an Charlie Brown erinnert. Der gute Herr hatte ja auch wirklich immer Pech, auch wenn es eine ganze Zeit so aussieht, als wuerde er endlich mal auf der Gewinnerstrasse sein. Und was bei Charlie das rothaarige Mädchen ist, ist bei der CDU dieser Tage wohl die Macht.
Die CDU haette einfach garnichts machen muessen, ihr waere der Sieg wahrscheinlich einfach so zugeflogen, wir haetten eine Frau Merkel als Bundeskanzler und ich das Problem, wohin ich am Besten auswandere. Nungut, der Ede aus Bayern hat es binnen weniger Tage geschafft, den sicher gegeglaubten Sieg in ein Kopfankopf-Rennen zu verwandeln. Es ist aber nicht so, als waere das ein Problem eines ausser Kontrolle geratenen Lokalpolitikers. Das Problem ist tiefgreifender. In der CDU werden Wandlungsprozesse von der Parteispitze als beendet deklariert, wenn eine halbwegs adaequate Loesung gefunden worden ist. Es geht da nicht so sehr darum das Thema zu lösen, sondern um es aus den Medien herauszubekommen. Dennn seien wir doch mal realistisch: Die Angela aus der Uckermark (Es gibt uebrigens jetzt auch ein Angela-Watchblog: Merkel-TV. Gefunden via Lummaland) hat ihren Posten nicht wegen erwiesener Kompetenz bekommen, sondern weil gerade niemand anders da war, der sich auf diesem Posten verbrennen lasen wuerde. Herr Wulf ist gerade dabei Niedersachsen nach seinem Weltbild zu formen und Herr Koch duerfte auch schon gemerkt haben, das er noch ein erhebliches Mass an Reife und Diplomatie benoetigt, wenn er ueber den kleinen Tellerrand seines Hessens wirksam werden will (Offengestanden halte ich den Politikertyp "Koch" fuer das Kernproblem des deutschen Föderalismus: Einen Politiker der den Förderalismus ausnutzt, um wichtiger zu sein, als es ihm durchs Mandat zusteht). Letztlich ist es doch so, das die CDU/CSU keine Person zur Hand hat, die wirklich kanzlerabel ist: Die Angela hat in ihrer eigenen Partei nicht wirklich Rueckhalt (anstatt die Kraft hinter einer Pfeilspitze zu vereinen, sind es derer Dutzende in der CDU, die alle in eine andere Richtung stossen), der Ede (interessant dazu Don Alphonso: Oooops - Edi did it again.) ist kaum noch tragbar, da nahezu unkontrollierbar (und erhebt nebenbei gesagt die Gnade der späten Zivilisation(Bayern hat keine Werften und keinen Bergbau in einer Groesse die zu Strukturproblemen führen, sondern nur relativ leicht zu konvertierende Landwirtschaft) zu seinem eigenen Verdient). Es wurde jeweils bestimmt, das ein Konflikt beendet ist aber nicht zuende gefochten. Und nicht beendete Konflikte haben die Neigung, später noch mal wieder aufzuflammen, wenn sie nicht noch nachbereitet und aufgearbeitet werden. Das ist halt der Nachteil des politischen Ex Cathedra. Im Grunde muesste sich die CDU noch mal 4 Jahre Zeit nehmen, um ihre inneren Probleme zu loesen, und in sofern war die Entscheidung von Schoeder richtig. Gegen eine innerlich gefestigte CDU mit sorgfaeltig geplantem Programm haette die SPD wenig entgegenzusetzen. Ich glaube Fischer ist nicht zuletzt deswegen die Lichtgestalt innerhalb der Grünen geworden, weil er sich durch die Instanzen gekämpft hat. Weil der Führungsanspruch nicht durch Entscheidung von oben begründet worden ist. Die SPD darf da jetzt aber nicht anfangen zu lachen: Sie hat das gleiche Problem, nach Schröder kommt auch dort niemand, der/die ihn beerben könnte. Sie hat aber jetzt Zeit es zu lösen, entweder weil Schröder noch 4 Jahre regieren kann oder weil sie jetzt eh 4 Jahre in die Opposition müssen.
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