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Loest Virtualisierung wirklich irgendein echtes Problem ?Tuesday, June 20. 2006Comments
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na da hast du ja wieder 'mal kraeftig gegen den strich gebuerstet!
ich gestehe, nicht genug praktische erfahrungen mit virtualisierung zu haben, erst recht nicht in rechenzentren. in der mainframe-welt ist das ja wohl ein alter hut, der mit der derzeitigen marketing-hysterie nicht viel zu tun hat. marketingtechnisch ist virtualisierung konsequent ein arzneimittel, wenn man sich hat einreden lassen, dass man "serverkonsolidierung" braucht. deine argumentation ist mir in dem aspekt nicht ganz schluessig, unter dem du von "billigem blech" sprichst. denn andererseits argumentieren sun, google u.a. imho zu recht mit zu hohem stromverbrauch per server und fuer die klimatisierung gegen "billiges blech" und fuer "coole" server. ich weiss nicht ob und wie erfolgreich die ibm mit den virtualisierungsloesungen fuer ihre long-runner as400 aka i-series bei den kunden ist. die waren ja mit der maschine eigentlich traditionell immer recht zufrieden, weil ein rundum-sorglos-paket. und die in den virtuellen maschinen laufenden subsysteme (windows, linux) liessen sich alle mit os400-bordmitteln administrieren, backuppen usw. aber wie gesagt, keine ahnung, obs genutzt wird. vom gefuehl her sind (solaris-)container und provisionierung wahrscheinlich "moderner" denn virtualisierung, ich bin unsicher. parallels moechte ich auf meinem naechsten apfelbuch trotzdem haben.
Serverkonsoliderung ist eine gute Sache, aber nicht durch Funktionen, die einfach das echte Blech durch ein virtuelles Blech ersetzen.
Das ganze ist uebrigens nicht wirklich widerspruechlich. Ich kann den Grundstrombedarf ja durch den einsatz effizienter Server reduzieren. Und dann die Maschinen dadurch auslasten, das ich eine vielzahl von Prozessen auf einem System laufen lassen. Dafuer sind schliesslich Multiuser-Systeme gedacht. Virtualisierung hingegen verbraucht Strom dadurch, das die Virtualisierung Rechenzeit benoetigt, die wiederum Stromverbrauch bedeutet. Das kann bei vernachlaessigenbaren 2-3 % bei Containern liegen bis hin zu hoch zweistelligen Verlusten bei anderen kommerziellen Produkten. Ausserdem darf man eins bei Virtualisierung nicht vergessen: Virtualisierung nutzt aus, das ich ein System gerade so auslasten kann, das gerade noch die SLAs erfuellt werden. Wenn jetzt aber beispielsweise 1500 User eine Sekunde (SLA erlaubt 1.5 Sekunden, alleine auf einem System braucht es 0.5 Sekunden) weniger auf einen Request warten, den sie 50 mal am Tag ausfuehren heisst das eine Ersparnis von 150.000 Sekunden oder auch knapp 20 Arbeitstunden. Das Problem ist: Dank Leistungverrechnung erscheinen diese Kosten nicht in der IT-Abteilung. Sie existieren somit scheinbar nicht. Soviel zu einem ganzheitlichen Denkansatz.
Automatische Provisionierung lohnt sich aber nur so richtig, wenn ich zahlreiche ähnliche Services habe, nicht aber, wenn ich einen Zoo von unterschiedlichen Services habe.
Virtualisierung mag weniger Ersparnis bringen, aber dafür ist auch der Aufwand, das ganze erstmal einzurichten, geringer.
Das ist nicht ganz korrekt. Provisionierung lohnt sich dann, wenn ich meine Dienste gut formalisieren kann. Ausserdem muss man ja einen Service zerlegen.
Das Betriebsystem sollte auf allen Systemen nahezu identisch sein. Ein Apache sollte auch auf allen Systemen identisch sein. Die Mailconfig eh. So kann sich Provisionierung auch schon auf kleinen Umgebungen lohnen. Wenn ich bedenke, das ich durch die Formalisierung Expertenwissen formalisiere, ist das sogar bei kleinen Umgebungen notwendig. Denn was passiert, wenn beispielsweise ein System neu aufgesetzt werden muss (bsp. kompromitiert), aber der Experte, der das System mal aufgesetzt hat, wegfluktuiert ist?
Kleine Anmerkung zu:
"VMware kann man meiner Erfahrung nicht einsetzen, wenn die Umgebung viel I/O-Anforderungen erzeugt" M.E. ist das durchaus handhabbar, vorausgesetzt man skaliert sein I/O-Subsystem in Bezug auf die Latenzzeiten mit, und vorausgesetzt man vermeidet es, sehr verschiedene I/O-Profile zu mischen. 2xDatenbank+1xVideostreaming ist natürlich schwierig.. Wir haben an unsere x4200 zwei ältere T3+ mit je 9 Platten gehängt und erzielen durchaus gute I/O-Leistungen in den VMs (3 Datenbankserver, 1 Fileserver, 1 Domino). Kunden, die das gleiche mit einem internen Raid 1 versuchen, erleiden aber Schiffbruch. Wer die Investition in FC-Storage (jenseits für Virtualisierung fragwürdiger MSA-Entrylevel-Systeme) scheut, der sollte I/O-lastige Systeme auf dedizierten Maschinen belassen. Grundsätzlich gilt für Virtualisierung natürlich: In einer perfekten IT-Welt bräuchte man sie nicht. Wir benutzen Virtualisierung ja letztlich alle nur, weil wir es mit inkompatiblen Systemen und/oder nicht ausreichend leistungsfähiger Resourcenverwaltung zu haben. Also eher das Mittelchen um die Schmerzen zu unterdrücken als die Krankheit zu heilen. |
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Loest Virtualisierung wirklich irgendein echtes Problem ? - Joerg Moellenkamp sinniert über Sinn und Unsinn von Vertalisierungslösungen. ...
Tracked: Jun 21, 19:58
Bei Jörg Möllenkamp gibt es einen kritischen Kommentar zu Virtualisierungslösungen. Es ist immer wieder mal gut aus der guten alten Unix Sicht auf die IT Hype Themen zu blicken. PS: Ich weiss, das VMware gerne genutzt wird, um viele Windows-Server zusamm
Tracked: Jun 22, 01:49
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Tracked: Jun 22, 20:33
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