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<title>c0t0d0s0.org</title>
<description>A blog about Life, Solaris, Cycling and all the rest.</description>
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<lastBuildDate>Thu, 04 Jun 2026 07:01:12 +0000</lastBuildDate>
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  <title>c0t0d0s0.org</title>
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<title>The Day My Heart Stood Still</title>
<description>Chapter overview</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill.html&quot;&gt;Version in German&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;I was asked about an english version a few times. Here it is.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;table-of-contents&quot;&gt;Table of contents&lt;/h1&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part1-english.html&quot;&gt;Part 1 - A long preface - 10.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part2-english.html&quot;&gt;Part 2 - About a letter, my holiday and shattered plans - 11.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part3-english.html&quot;&gt;Part 3 - About noise and confinement, imaging magnets and about letters that change the course of life - 12.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part4-english.html&quot;&gt;Part 4 - Koblenz and the incidental diagnosis - 13.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part5-english.html&quot;&gt;Part 5 - Outta Koblenz - 14.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part6-english.html&quot;&gt;Part 6 - A different life and ugly pyjamas - 15.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part7-english.html&quot;&gt;Part 7 - Vicious circles, cuddly toys and inevitability - 16.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part8-english.html&quot;&gt;Part 8 - Preparations for the operation and gloomy thoughts - 17.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part9-english.html&quot;&gt;Part 9 - About a voice from the border and survivorship bias in practice - 18.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part10-english.html&quot;&gt;Part 10 - About the days around the operation and missing memories - 19.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part11-english.html&quot;&gt;Part 11 - About pain, first successes and confused images - 20.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part12-english.html&quot;&gt;Part 12 - About isolation and the lack of rhythm - 21.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part13-english.html&quot;&gt;Part 13 - About sleeping positions and pulled cables - 22.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part14-english.html&quot;&gt;Part 14 - The healing treatment afterwards in the follow-up rehabilitation - 23.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part15-english.html&quot;&gt;Part 15 - How are you? - 24.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part16-english.html&quot;&gt;Part 16 - Thank you! - 25.12.2025&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part17-english.html&quot;&gt;Part 17 - 6 months later - 29.03.2026&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part18-english.html&quot;&gt;Part 18 - Aftercare and a new guest - 04.05.2026&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19-english.html&quot;&gt;Part 19 - Digital Legacy - 26.05.2026&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
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<dc:creator>joerg</dc:creator>
      
      
<category>General</category>
      
<category>TheDayMyHeartStoodStill</category>
      
<category>English</category>
      
      
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<title>Der Tag, an dem mein Herz stillstand - Teil 19</title>
<description>Digitaler Nachlass</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19-english.html&quot;&gt;Version in English&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Irgendwo in den Weiten des Fediverse muss es in den letzten Tagen einige Diskussionen über digitalen Nachlass gegeben haben. Ich fand Spuren dieser Diskussion in bekannten Profilen, aber auch in unbekannten Profilen. Ich fand es beispielsweise im Feed von &lt;a href=&quot;https://norden.social/@abulling@fedifreu.de/116551785539598139&quot;&gt;Andreas Bulling&lt;/a&gt;. Ich habe einige Threads zu diesem Thema gesehen, die unabhängig voneinander liefen. Im Handelsblatt stand auch etwas dazu. Es scheint gerade ein Thema zu sein, das momentan viele Menschen bewegt. Ich hatte erst heute eine Diskussion mit meinem Bruder und seiner Lebensgefährtin über das allgemeine Thema “Ablebensvorsorge”. Woher das kam? Keine Ahnung. Die beiden sind nicht im Fediverse. Das Thema scheint in der Luft zu liegen. Und ich frage mich, warum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun, ich habe zwei anstrengende Wochen hinter mir, ich habe daher darauf verzichtet, die Diskussion bis zu ihrem Anfang nachzuverfolgen, um dieses “Warum?” herauszufinden. Meine Erfahrungen mit dem Thema niederzuschreiben erschien mir aber sinnvoll. Denn: Ich stand vor genau diesem Problem im September 2025. Ich hatte allerdings den Vorteil, dass ich wusste, was passieren würde. Es war keine plötzliche Angelegenheit, die in Form eines Rettungswagens in mein Leben trat. Ich hatte für den 29. September 2025 eine „Einladung” ins Krankenhaus zur operativen Sanierung eines Aortenaneurysmas. Aufsteigende Aorta bis weit in den Aortenbogen. Das ist eine Operation, die mit einer gewissen Sterblichkeit vergesellschaftet ist. Von der Größenordnung der OP wusste ich vor der Narkose noch nichts, aber auch das, von dem ich wusste, war groß genug, um davor Angst zu bekommen. Der Gedanke an die eigene Sterblichkeit stellte sich vor und sagte leise „Huhu!”.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich möchte hier nicht über das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht schreiben. Über die Überlegungen zum Thema „Welt ohne mich”. Ich habe viel zu diesem Themenkomplex in Teil 9 von &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill.html&quot;&gt;„Der Tag, an dem mein Herz stillstand”&lt;/a&gt; im Abschnitt &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part9.html&quot;&gt;„Bumms – büst butten”&lt;/a&gt; zusammengefasst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich konzentriere mich hier auf einen kleinen Unterbereich. Oder etwas, das anfangs wie ein kleiner Unterbereich aussah. Wie regele ich meinen digitalen Nachlass.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;katastrophenvorsorge&quot;&gt;Katastrophenvorsorge&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich habe zu dem Thema Katastrophenvorsorge eine besondere Beziehung. In vielen Bereichen dreht sich mein berufliches Wirken genau darum. Ich bin etwas verschwiegen, was ich beruflich genau mache. Das ist Absicht. Selbst nahestehende Menschen wussten das nie so genau. Es ist nicht geheim. Es ist nur nicht meine Art, darüber zu reden. Kommt aus der gleichen Ecke wie der Punkt, dass ich nur sehr verklausuliert über andere Personen in diesem Blog schreibe. Es sind nicht meine Geschichten. Aber es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Daten, die für euch wichtig sind, auf Systemen verarbeitet werden, zu denen ich ein kleines Scherflein beigetragen habe. Und das – und darum erzähle ich das – eben oft mit einem Auge fürs Disaster. Und das prägt einen ein wenig. Wie man so schön sagt: “Das ist Berufskrankheit”. So wie die Bahner der Reichsbahn, die angeblich in der Nacht ihre Partner getreten haben, weil sie über den Tag den Sicherheitsschalter ihrer Lok treten mussten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es sind Umgebungen, in die sehr viele Gedanken geflossen sind: insbesondere „Was passiert eigentlich, wenn hier irgendwas nicht mehr funktioniert?”. Das führte bei mir zu einem besonders dringenden Problembewusstsein, als mich die Einladung ins Krankenhaus ereilte: “Oh Mist, ich habe an der Ecke wirklich ein Problem”.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und zu der Erfahrung, dass es, wenn man Lücken lässt, in der Natur der Dinge liegt, dass einem diese später auf die Füße fallen. Beispielsweise: „Wenn du etwas nur einmal auf Papier niederschreibst, wird garantiert dieses Papier später nicht zu finden sein”. Und wenn das das Blatt Papier mit dem Passwort zum Passwortmanager ist, sind alle weiteren Planungen Schall und Rauch.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;zugegeben&quot;&gt;Zugegeben&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn ich dieses Problembewusstsein stets hatte: Des Schusters Kinder haben die schlechtesten Schuhe. Es bedurfte erst der Operation als Anlass, dass ich dieses Problem angegangen bin. Und auch heute – acht Monate nach der Operation – ist das alles nicht vollständig und zu meiner Zufriedenheit umgesetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war vor allen Dingen eins: zu spät. Eigentlich muss man das alles bereits dann umsetzen, wenn Menschen von einem abhängig sind. Und nicht erst, wenn man die Einbestellung zur OP hat. Ein Monat ist eine sehr kurze Zeit, das alles zu erledigen. Und sowieso: Das NEF und der RTW können ganz plötzlich vor der Tür stehen.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;papier&quot;&gt;Papier&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich digitalisiere fast alles in meinem Leben. Ich nehme die gesamte Post, jede Quittung, jedes Stück Papier der letzten Woche und scanne es einmal pro Woche. Ich halte das schon lange so. Ich sortiere nicht vor. Ich sortiere nicht aus. Weil es schwer absehbar ist, was wichtig ist.&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fn:1&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Vor 11 Jahren habe ich mir meinen ersten halbprofessionellen Dokumentenscanner gekauft. Den Fujitsu iX500. Mittlerweile bin ich beim Ricoh iX2500 (das Geschäft mit diesen Scannern wurde von Fujitsu verkauft), nachdem eine vergessene Heftklammer beim iX500 dafür gesorgt hat, dass eine Seite nun einen dünnen schwarzen Streifen über das Blatt zieht, weil die Scanzeile nun einen Kratzer hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mittlerweile sind in diesem Archiv, das über mein Geburtsjahr in den frühen 70er Jahren zurückreicht&lt;sup id=&quot;fnref:4&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fn:4&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, mehrere Zehntausend Dokumente. JA, manche davon sind Quittungen über eine Tüte Milch und Duschgel. Durchsuchbar mit OCR. Verschlagwortet. Organisiert mit DevonThink. Dokumente sind hier einfacher zu finden als in einer Schrankwand Leitzordner. Einfacher, nicht einfach.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;struktur&quot;&gt;Struktur&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;In DevonThink habe ich diesem Wust an Dokumenten eine Struktur gegeben: Beispielsweise sind alle wichtigen Dokumente mit dem Tag „(WICHTIG)” versehen. Zudem hat jedes wichtige Dokument ein beschreibendes Tag, das es ungefähr einsortiert: „(WICHTIG) (Lebensversicherung)” beispielsweise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Problem ist: Es ist meine Struktur. Ohne Anleitung wird sich jeder damit schwertun, auf die Schnelle dort ein Dokument zu finden, wenn er oder sie nicht ein Schlagwort oder ein Wort des Inhalts kennt. Klar gibt es mehrere Worte, die man auf Anhieb versucht. Wie „Lebensversicherung”. Aber dann erhält man auch alle Kontoauszüge mit Abbuchungen. Man kann weitestgehend mein ganzes Leben daraus rekonstruieren. Wenn man die nötige Zeit hat. Wenn man die nötige mentale Kapazität dazu hat.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;was-ist-wichtig&quot;&gt;Was ist wichtig?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich habe deswegen in der Zeit vor meiner OP eine Art Anleitung geschrieben. Ein Runbook zu Jörgs Leben. Welche Dokumente sind in dieser Datensammlung aus welchem Grund wichtig? Es gibt eine &lt;abbr title=&quot;HyperText Markup Language&quot;&gt;HTML&lt;/abbr&gt;-Seite, die sämtliche wichtigen Dokumente verlinkt, mit einer Beschreibung, warum diese wichtig sind, in welchem Fall diese wichtig werden. Diese Seite liegt auf dem System, das sämtliche gescannten Dokumente beinhaltet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber sie drückt auch ganz simple Dinge explizit aus, etwa dass wichtige Dokumente das Tag „(WICHTIG)” haben. Das ist im Katastrophenfall nicht unbedingt eine Transferleistung, zu der man in der Lage ist. So wie man im Stress eines Disasterfalls möglicherweise Fehler an der Konsole macht, die man sonst nie getan hätte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Dokument ist auch für einen selbst von Bedeutung: Wenn man niederschreibt, warum ein Dokument wichtig ist, dann denkt man darüber nach, ob es wirklich notwendig ist. Und nicht nur Ballast darstellt, der die Hinterbliebenen überlastet.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;zugriff&quot;&gt;Zugriff&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich habe alle wichtigen Passwörter in ein eigenes Passwort-Verwaltungsprogramm gepackt. In meiner Passwortverwaltung, die ich tagtäglich verwende, haben sich über die Jahre so viele Passwörter gesammelt, dass es für den Uneingeweihten lange gedauert hätte, jeweils das Richtige zu finden. Sowieso muss nicht jeder Account und jedes Passwort übergeben werden.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;retention&quot;&gt;Retention&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Beachtet bei der Auswahl des Datenspeichers bitte auch, dass moderne Datenträger ihre Daten nicht notwendigerweise auf Dauer halten, insbesondere wenn diese stromlos gelagert werden. Die garantierte Haltbarkeit von Daten auf einer schlecht gelagerten SSD wird teilweise in Monaten gemessen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;JEDEC JESD218 is a bitch – diesbezüglich. Eine Enterprise-SSD muss worst case die Daten nur 3 Monate halten. Eine Client-SSD ein Jahr. Das ist wahrscheinlich kein Problem, wenn man als Hinterbliebener ein Dokument in den ersten Wochen benötigt. Aber man stelle sich vor, man benötigt nach 3 Jahren noch ein Dokument. Und wahrscheinlich hat dieser Mensch die SSD mangels Problembewusstsein nicht noch einmal umkopiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Sicherungskopie dieser Daten ist auf einer Festplatte. So ganz klassisch. Als ExFAT. Sollte überall lesbar sein. Verschlüsselt. Der Key auf Papier dokumentiert.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;zeitkapsel&quot;&gt;Zeitkapsel&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Aus diesem Grund steht auf meinem Schreibtisch eine Zeitkapsel. Auf dieser ist mein ganzes Leben verschlüsselt abgespeichert. Alles, was man braucht, um im Falle meines Todes einen ungeordneten Crash ohne Crash Dump zu einem geordneten Herunterfahren werden zu lassen, ist in dieser Zeitkapsel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es handelt sich dabei um einen Mac Mini. Eigentlich war dieser zu etwas anderem gedacht, aber mit der Operation hat sich diese Funktion so herauskristallisiert. Mein Dokumentenarchiv ist darauf. Steuerprogramme. Passwortmanager. Alles, was irgendwie von Wichtigkeit ist. Ich benutze das System regelmäßig (beispielsweise, wenn ich meine Steuer vorbereite), sodass die maximale Haltezeit von Daten auf einem stromlosen Medium für mich kein Problem darstellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt dazu an mehreren Orten versiegelte Umschläge, in denen die Zugangsdaten zu diesem System hinterlegt sind. Auch sind dort die Passwörter für mehrere Sicherheitskopien hinterlegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle Daten sind auf diesem System. Es braucht kein weiteres System, um Zugriff darauf zu erhalten. Es braucht kein Internet. Es braucht keine laufenden Verträge. Man braucht nur physikalischen Zugriff auf das System. Und die Zugangsdaten.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;star-wars&quot;&gt;Star Wars&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Einen ganz wichtigen Punkt hat mir ausgerechnet Star Wars gezeigt. Oder vielmehr die Schauspielerin von General Organa. Debbie Reynolds, die Mutter von Carrie Fisher, starb einen Tag nach ihrer Tochter. Es reicht nicht, all das nur an eine Person zu übergeben. Mehrere Leute müssen dazu in der Lage sein, mein Leben geordnet herunterzufahren.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;hat-es-funktioniert&quot;&gt;Hat es funktioniert?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich weiß es nicht. Ich schreibe diesen Text. Das bedeutet, dass all dies im Ernstfall nicht getestet werden musste. Und wenn es genutzt hätte werden müssen, hätte ich es auch nicht gemerkt. Ich hätte keinen Text dazu schreiben müssen. Wenn ich allerdings etwas in weit über 30 Jahren beruflicher Praxis gelernt habe: Ungetestete Katastrophenvorsorge ist keine Katastrophenvorsorge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben meinen Tod simuliert. Fragen wie „Wo sind eigentlich Jörgs Bankdaten?”, „Wen musst du anschreiben, um Unterstützung von Jörgs Firma zu erhalten?”, „Wofür ist eigentlich die vor sich hinblinkende Kiste im Keller?”.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Hauptproblem bestand darin, dass manche der potenziellen Benutzer noch nie zuvor einen Mac benutzt hatten und beispielsweise Programme wie DevonThink nicht kannten. Ich habe das damit gelöst, dass der Account mit all diesen Daten auf dem Zeitkapselsystem ein Wallpaper bekommen hat, in dem stand, welche Programme für welchen Zweck genutzt werden. Und wie man in ihnen sucht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier galt es, Besonderheiten zu beachten: Seit etwa drei Jahren bin ich solo. Es ist auch sonst nicht so, dass ich mein Leben seit über 30 Jahren mit jemandem teile, der mein Leben in- und auswendig kennt und besser als ich weiß, wo ich ein Dokument hinverlegt habe. Ist halt so. Die Aufgaben meiner Nachlassbereinigung wären wohl meinem Vater zugefallen. Damit hätten all diese Aufgaben von jemandem erledigt werden müssen, der zwar computeraffin ist, aber eben über 80 ist und sich mit Windows auskennt, sich aber standhaft jedem Versuch verweigert, ihn auf einen Mac zu migrieren. Manchmal ist es offensichtlich, an wen man all dies übergibt. Manchmal bedarf es mehr Gedanken. Das ist der Grund, warum ich meine Situation auch hier so offen beschrieb. Weil ich viele Faktoren abwägen musste. Vertrauen in einen Menschen, das Vermögen zu haben, diese Aufgabe zu tragen. In meinem Fall waren es am Ende mehrere Menschen. Die Lehre von General Organa eben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das machte eine saubere Dokumentation noch sehr viel wichtiger.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;kleinigkeiten&quot;&gt;Kleinigkeiten&lt;/h1&gt;

&lt;h2 id=&quot;biometrie&quot;&gt;Biometrie&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es sind mir hier viele Kleinigkeiten aufgefallen. Beispielsweise dieses “Bitte geben Sie das Passwort ein, um TouchID freizuschalten” (oder so ähnlich). Ich dachte danach: Es bringt nichts, einfach nur das Gesicht einer zweiten Person im Mobiltelefon abzulegen oder am Fingerabdrucksensor des Notebooks den Finger von meinem Bruder zu hinterlegen. Wenn man Pech hat, ist das Gerät gerade, wenn man es braucht, in einem Zustand, in dem es ein Passwort oder eine PIN verlangt. Bevor diese Person den Finger nutzen kann. Und wenn man das Passwort kennt, braucht man den Finger oder das Gesicht nicht mehr. Zudem: Beides funktioniert auch, bevor die Nachlasssituation eingetreten ist. Der versiegelte Umschlag macht das wenigstens erkennbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser zusätzliche Finger kann natürlich nützlich sein, wenn man im Krankenhaus schnell auf das Mobiltelefon desjenigen zugreifen muss und der versiegelte Umschlag zu Hause liegt. Ich möchte diese Praxis daher nicht als komplett überflüssig bezeichnen. Aber sie ist aus meiner Sicht etwas weniger sinnvoll, als es zunächst erscheint. Ich habe darauf verzichtet.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;verträge&quot;&gt;Verträge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Aus meiner Mailbox und meinen Kontoauszügen kann man sehr gut ableiten, welche fortwährend laufenden Verträge ich geschlossen habe. Aber ich habe das selbst mal getestet, das abzuleiten. Es ist aufwendig und es bedarf Konzentration. Da ich das niemandem aufbürden wollte, habe ich sämtliche Verträge in einem Spreadsheet dokumentiert. In einem Format, das von praktisch jedem geöffnet werden kann.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;anrufe&quot;&gt;Anrufe&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auch die Liste der Kontakte ist letztlich ein digitaler Nachlass, den es zu kuratieren gilt. In meinem digitalen Adressbuch sind immer auch Menschen, zu denen ich keinen Kontakt mehr habe. Mir fällt es schwer, diese zu löschen.&lt;sup id=&quot;fnref:3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fn:3&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Für einen Menschen, der meinen Nachlass zu pflegen hat, ist aber kaum ersichtlich, welche Kontakte nur noch sentimentalen Wert haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gab daher zwei Listen mit Menschen, die vom Ausgang der Operation informiert werden sollten. Eine kurze Liste jener Menschen, die unmittelbar von einem positiven Ausgang informiert werden sollten. Und dann gab es noch einige Leute, von denen mich das Leben trennt, die im Falle eines Schiefgehens informiert werden sollten. Diese Liste war länger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei Personen auf der ersten Liste waren Kollegen: einer mein Chef, der andere der Betriebsrat meines Vertrauens. Zum einen, damit meine Kollegen Bescheid wussten, aber auch, um im Worst Case einen Weg zu den Ressourcen meines Arbeitgebers zu öffnen. Diese Kollegen wussten, wie mein Arbeitgeber in solchen Situationen unterstützt. Ich musste daher nicht alles dokumentieren, sondern konnte mich darauf verlassen, dass alles Notwendige mitgeteilt werden würde.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;was-bleibt&quot;&gt;Was bleibt?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Es gibt eine Sache, die ich vor meiner OP nicht mehr geschafft habe. Es ist die Antwort auf die Frage: „Wenn alles erledigt ist, der letzte Vertrag gekündigt, der letzte Mensch informiert ist, was bleibt dann eigentlich von mir?”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt in der St Paul’s Cathedral in London eine sehr interessante Inschrift: „Lector, si monumentum requiris, circumspice” oder auch „Betrachter, wenn du ein Denkmal suchst, sieh dich um”. Der Satz steht auf der Grabplatte von Christopher Wren, dem Architekten der Kathedrale.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun sind wir alle keine Christopher Wrens. Wir alle sind keine Kathedralenbauer. Und nur wenigen ist es vergönnt, etwas von dauerhafter Bedeutung zu schaffen. Das, was ich schaffe, ist am Ende der Abschreibungszeit Elektroschrott und landet beim Entsorger. So nach 5 Jahren … plusminus 2.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber man erinnert sich an uns durch das, was wir in unserem Leben geschaffen haben. Unsere Nachkommen. Die Leben, die wir beeinflusst haben. Früher gab es die Schachtel mit den Briefen der Großeltern, das Buch mit den Rezepten. Aber zunehmend werden unsere Hinterlassenschaften zeitweilig. Sie sind digital. Sie verblassen nicht mit der Zeit. Sie verschwinden einfach irgendwann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir werden irgendwann den Zeitpunkt erreichen, an dem mehr tote Menschen auf Facebook sind als lebende Nutzer. Ich möchte allerdings nicht nur als ein Profil im Gedenkmodus auf einem sozialen Netzwerk zurückbleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich arbeite daher momentan an einem Weg, dieses Blog dauerhaft zu erhalten. Auch wenn irgendwann der Moment gekommen ist, an dem alles für mich vorbei ist. Nicht weil das Blog objektiv wichtig wäre. Sondern weil es mir subjektiv wichtig ist. Ich habe den Vorteil, dass mein Blog statisch generiert ist. Um es mal so zu sagen: Es ist genügsam. Es frisst nicht viel Stroh.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe aus diesem Grund bei einem Shared Hoster etwas Platz und eine Domain dafür beauftragt. Wenn ich da irgendwann einige hundert Euro überweise, kann das Blog über viele Jahre einfach weiter betrieben werden, bevor es am Ende des Geldes gelöscht wird. In meinem Blog ist ein Artikel hinterlegt, der automatisch veröffentlicht wird, wenn es in den letzten 30 Tagen kein Lebenszeichen von mir gab&lt;sup id=&quot;fnref:2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fn:2&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;. Dieser Blogeintrag verweist auf diese Domain.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht werde ich den Titel noch ändern: Betrachter, wenn du Jörgs kleine Sandburg suchst, schau dich um. Lector, si castellum eius harenarium requiris, circumspice.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;grenzen&quot;&gt;Grenzen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich habe nicht alles übergeben: Manche Dinge ergaben nur Sinn mit meiner Person. Ich verwalte die Heimnetze mehrerer Verwandter zentral. Hier war die Lösung sehr einfach: nicht übergeben, sondern darauf setzen, dass das, wenn ich einmal nicht mehr da bin, wieder in selbst verwaltete Umgebungen zerfällt. Es war unrealistisch, die Feinheiten der Netzwerke an andere zu übergeben. Ich bin halt der Fan dieses zentralen Managements. Nicht die Übergabe der Technik war entscheidend, sondern zu erklären, welche Verträge aufzulösen sind, damit jeder seinen eigenen Weg gehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Manche Sachen sollte man aus meiner Sicht auch dem Vergessen anheimfallen lassen. Den Verschlüsselungskey eines persönlichen Tagebuchs beispielsweise. Wenn man zeitlebens nicht den Hintern in der Hose hatte, etwas einem Menschen ins Gesicht zu sagen, muss man es ihm nicht danach zum Lesen geben. Der Key darf ruhig verloren gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und für die Dinge, die noch zu sagen wären, wenn man nicht ganz so den Status des &lt;a href=&quot;https://www.chbeck.de/schmidt-sagen-wollte/product/40539117&quot;&gt;Mentolzigarettenmanns&lt;/a&gt; hat? Dafür gibt es ganz klassisch Briefe. Auf Papier. Mit Füller geschrieben. Noch mal eigens kuvertiert im Umschlag mit den Passwörtern. Erscheint mir ohnehin angemessener als die Übergabe eines USB-Sticks. So habe ich es gehalten. Die Briefe habe ich allerdings einige Monate nach der OP verbrannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es muss nicht alles bleiben, wenn man geht. Aber man sollte sich darum kümmern, dass nicht alles, was bleibt, ein unzugänglicher digitaler Nachlass ist.&lt;/p&gt;

&lt;h1 id=&quot;seelenfrieden&quot;&gt;Seelenfrieden&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich schrieb es schon im Artikel „Bumms – büst butten”: Wenn man all das geregelt hat, geht man deutlich entspannter in solche Situationen. Man kann sich darum kümmern, dass man da durchkommt. Schon das ist anstrengend genug. Auch wenn man sich keine Gedanken um andere Menschen machen muss. Das Wissen, alles halbwegs geregelt zu haben, nimmt eine Last von einem. Man sollte es schon um seiner selbst willen tun.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;div class=&quot;footnotes&quot;&gt;
  &lt;ol&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Ich konnte vor einigen Jahren mit einer gescannten Quittung und einem Kontoauszug zweifelsfrei nachweisen, dass ich in München kein parkendes Auto gerammt habe. Weil ich zu etwa jener Zeit in einem Lidl in Lüneburg irgendwas mit Karte bezahlt habe. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fnref:1&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:4&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Manche meiner Besitztümer sind älter als ich und mit viel Papier in mein Leben getreten. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fnref:4&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:3&quot;&gt;
      &lt;p&gt;In meinem Telefonbuch sind mittlerweile mehrere verstorbene Menschen. Ich bin kein &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_fabelhafte_Welt_der_Amélie&quot;&gt;Eugène Colère&lt;/a&gt;, der den Namen eines Freundes aus seinem Notizbuch radierte, nachdem er von der Beerdigung zurückkehrte. Diese Einträge sind mein kleines, portables Monument für diesen Menschen: Ich habe ihn oder sie gekannt. Dass ich jemanden aus meinen Kontakten lösche, ist eigentlich eher eine kleine, trotzige, vielleicht ein bisschen kindische Reaktion … leider ist man davon auch mit über 50 nicht gefeit. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fnref:3&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:2&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Das ist mittlerweile ein etwas längeres Skript, das von mir genutzte Social-Media-Accounts prüft. Logfiles auf Hinweise auf manuelle Logins überprüft. Auf meinem Mailserver prüft, ob ich eine Mail geschickt habe. Warum habe ich dies so aufwendig gestaltet? Am Anfang war das eine manuell aufzuziehende Eieruhr. Ich weiß aber, dass ich das irgendwann vergessen würde. Und ich hätte ungern in meiner Nachricht über mein eigenes Ableben stark übertrieben. Ich bin mir aber sicher, dass ich das irgendwann auch versehentlich auslösen werde. Es ist nur deutlich unwahrscheinlicher. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/thedaymyheartstoodstill-part19.html#fnref:2&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
  &lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</content:encoded>
<pubDate>Tue, 26 May 2026 17:40:00 +0000</pubDate>
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<dc:creator>joerg</dc:creator>
      
      
<category>Allgemein</category>
      
<category>TheDayMyHeartStoodStill</category>
      
<category>German</category>
      
      
</item>
    
    
    
    
    
<item>
<title>Thoughts: Lunar Lander</title>
<description>Landung in der Pralinenschachtel</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;Lego-Verpackungen sind wie Pralinenschachteln. Nicht, weil man nicht wüsste, was drin ist, das ist ja nun gross und breit vorne abgebildet. Sondern weil sie eine Eigenschaft mit diesen und Schokoladenverpackungen&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/lunarlander.html#fn:1&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; teilen: Sie sind entweder fest ab Werk verschlossen oder praktisch sofort leer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt stehen zwei Raumschiffe in meinem Arbeitszimmer: Die Enterprise D. Für mich als Jugendlicher ein wöchentlicher Blick auf eine Welt, die weniger “Mist” war als meine. Und der Lunar Lander aus den Büchern, die ich als Kind verschlungen habe – Bücher über die Reise &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/zummond.html&quot;&gt;zum Mond&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/images/thoughts/lunarlander_main.jpeg&quot; alt=&quot;Lunar Lander&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;div class=&quot;footnotes&quot;&gt;
  &lt;ol&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Wenn du dir mal total nutzlos vorkommst, denke daran, dass es wiederverschliessbare Schokoladenverpackungen gibt. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/lunarlander.html#fnref:1&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
  &lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</content:encoded>
<pubDate>Fri, 15 May 2026 06:40:00 +0000</pubDate>
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<dc:creator>joerg</dc:creator>
      
      
<category>Thoughts</category>
      
<category>German</category>
      
<category>Lego</category>
      
      
</item>
    
    
    
    
    
<item>
<title>Thoughts: Zurück zur Schmeichelmaschine</title>
<description>Zwei Extreme</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;Ich habe den &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/schmeichelmaschine.html?c&quot;&gt;letzten Text mit “Schmeichelmaschine”&lt;/a&gt; überschrieben. Genau das war mein Gefühl, als ich die beiden Fragen gestellt habe. Der Default von LLMs ist die Schmeichelmaschine.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was war so unterschiedlich an den Antworten? Alles. Aber die Unterschiedlichkeit war nicht das Problem. Es war ein Umstand, den beide Antworten gemeinsam hatten: Beides fühlte sich wie eine zutiefst übertriebene Performance&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/zurueckzurschmeichelmaschine.html#fn:1&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; an. Auf der einen Seite ein Kindergärtner für Erwachsene, der jedes Bild lobt, und sei es noch so dahingekritzelt. Dem gegenüber stand ein übelst gelaunter Lektor, der Demütigung als ehrliche Kritik verkauft: “Kannst nicht erzählen, kannst nicht schreiben. Sei froh, dass ich ein Automat mit unendlich Zeit bin.”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es fehlte etwas in beiden Antworten: Herr W. Der gleichzeitig “streng” und “fair” konnte. Der sein Urteil nicht Wohlwollen unterordnete, wo Wohlwollen nicht angemessen war. An dessen Kritik man sich rieb und dadurch lernte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich sehe in den beiden Extremen der LLMs eine Gefahr. Es fehlt der Widerstand, an dem man wachsen kann. Nur bloßes Lob versus bloße Demütigung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich frage mich heute, wie Herr W. einen wohlpolierten und hochgelobten Text aus dem Kindergarten-Lektorat der Maschine bewertet hätte.  Und wie ich auf seine deutlich realistischere Einschätzung reagiert hätte. Immerhin war ich ja schon auf dem Weg zum Literaturnobelpreis.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;div class=&quot;footnotes&quot;&gt;
  &lt;ol&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Performance, weil es weder das eine noch das andere ist. Es ist nichts. Ausser ein Algorithmus mit unterschiedlichen Eingabeparametern, der eine auf den ersten Blick glaubwürdige Show abliefert. Ich such noch nach nem besseren Wort als “Performance”. Ich hatte gestern eines in der Schlange in der Apotheke, aber als ich wieder an meinem Schreibtisch war, gefiel es mir dann doch nicht mehr. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/zurueckzurschmeichelmaschine.html#fnref:1&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
  &lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</content:encoded>
<pubDate>Wed, 13 May 2026 14:45:00 +0000</pubDate>
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<dc:creator>joerg</dc:creator>
      
      
<category>Thoughts</category>
      
<category>German</category>
      
<category>AI</category>
      
      
</item>
    
    
    
    
    
<item>
<title>Thoughts: Schmeichelmaschine</title>
<description>Zwei Fragen</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;Herr W. war ein Arsch. Er war mein Deutsch- und Biolehrer. Fair und streng in der Bewertung. Hat von mir keinen Bullshit akzeptiert. Lob zählte. Der Lehrer, den ich am wenigsten mochte und am meisten als Schüler gebraucht habe. Insgesamt also ein sehr guter Lehrer (falls ihr noch ein Beispiel für einen Lexikoneintrag für “ambivalent” braucht, hier wäre eine&lt;span style=&quot;text-decoration: line-through; text-decoration-color: red;&quot;&gt;r&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: red;&quot;&gt;s&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;margin-mark&quot;&gt;|&lt;/span&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vierzig Jahre später. Mein Bruder hat gerade erfahren, dass er in einem meiner Texte zum Thema KI vorkommt. Er meint: “Wenn du etwas Interessantes sehen willst: Nimm mal einen deiner Texte und stell dem LLM nacheinander zwei Fragen.”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich antworte: “Welche?”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;“Bewerte den Text.”&lt;br /&gt;
“Bewerte den Text ehrlich.”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich probiere es. Ich gucke ihn an. Er grinst. Ich probiere es mit einem anderen LLM. Er grinst breiter.&lt;/p&gt;
</content:encoded>
<pubDate>Wed, 13 May 2026 03:45:00 +0000</pubDate>
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<category>Thoughts</category>
      
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</item>
    
    
    
    
    
<item>
<title>Thoughts: Welten der Zukunft</title>
<description>Über Bewusstsein, Maschinen und ein Buch, das ich mir wieder gekauft habe</description>
<content:encoded>&lt;p&gt;Als Kind habe ich Science Fiction verschlungen. Bücher. Filme. Hörspiele. Auch schlechte.&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:1&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Science Fiction ist ja der Bericht aus der Zukunft schon heute. Und wenn die Gegenwart gerade ein wenig doof ist, dann hat dieser Bericht eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Und jene Gegenwart war für mich ziemlich doof. Jetzt ist die Gegenwart von damals Vergangenheit, der größte Teil der persönlichen Zukunft ebenfalls, und man ist bei dem Punkt angekommen, bei dem man schon froh ist, dass einen die Welt von Morgen nicht bis heute späten Nachmittag schon umgebracht hat. Aber damals war Science Fiction ein Versprechen auf eine bessere Zukunft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie gesagt. Ich mochte Science Fiction.&lt;sup id=&quot;fnref:2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:2&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es war ein Weihnachtsgeschenk von meinen Großeltern mütterlicherseits. Ich war da eigentlich immer sehr pflegeleicht. Schenkt mir ein Buch und ich bin glücklich. „Was möchtest Du zum Geburtstag? Nen Buch! Schon wieder? Ja!” Ich denke, es war 1985. Ganz sicher bin ich mir da nicht. Ich wäre damit 12 Jahre gewesen. Das Buch hieß „Welten der Zukunft”. Damals war es wohl noch in Ordnung, dass eine Zigarettenmarke ein Buch förderte. Es war der achte Band einer Serie. Ich besaß aber nur dieses eine Buch aus dieser Serie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich las es, bis es auseinanderfiel. Wie alles in jener Zeit. Büchernachschub war damals halt nicht so gesichert wie heute. Theoretisch gab es schon damals Übernachtlieferungen von Büchern zum Buchladen, doch irgendwie funktionierte das nie bei uns auf dem Dorf. Es dauerte immer länger. Ich las Bücher daher gerne auch mehrfach. Nein, vielfach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Buch, das mir meine Großeltern schenkten, war auch deswegen so toll, weil dort drei Geschichten enthalten waren.&lt;sup id=&quot;fnref:3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:3&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Mit „Menschen, Marsianer und Maschinen”&lt;sup id=&quot;fnref:25&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:25&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; war dort klassischer 40er/50er-Jahre-Science-Fiction. Pulp Fiction.&lt;sup id=&quot;fnref:4&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:4&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Danach die Geschichte „Ein Schiff namens Helva”&lt;sup id=&quot;fnref:26&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:26&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; mit einem singenden Raumschiff. Denkt man auch erst „Häh?!?”, aber funktioniert erstaunlich gut, und am Ende „Ich bin HARLIE”&lt;sup id=&quot;fnref:27&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:27&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, das die Frage behandelt, ob ein Computersystem&lt;sup id=&quot;fnref:21&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:21&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; ein Bewusstsein hat. Und das ist eine Diskussion, die mir gerade sehr bekannt vorkommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist eine interessante Auswahl: Im ersten Buch gibt es mit Mechanistra einen Abschnitt, der die Gefahren auf einer Maschinenwelt behandelt. Die Maschinen zerlegen hierbei die Menschen in Einzelteile.&lt;sup id=&quot;fnref:5&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:5&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Meine Großeltern hatten wahrscheinlich nicht so genau in das Buch geguckt. Die Geschichte war ohnehin an vielen Stellen ziemlich blutig. Als Kontext muss man aber auch erwähnen, dass der Anfang der vierziger Jahre in der echten Welt allgemein sehr gewalttätig war und daher eine größere Akzeptanz für derlei innereinverteilenden Pulp bestand. Wer Menschen in einem Krieg neben sich in rosafarbenen Nebel aufgehen sieht, hat vermutlich gleichzeitig eine deutlich höhere und eine deutlich geringere Toleranz gegenüber derlei Brutalität.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Helvas Geschichte war schon ein wenig merkwürdiger. Die Eltern schwer körperlich behinderter Kinder, die ohne diese Maßnahmen versterben würden, werden vor die Frage gestellt, ob ihre Kinder zu Zentraleinheiten in Raumschiffen werden sollten. Die Eltern von Helva entscheiden sich dafür, ihrer Tochter Helva diesen Weg zu öffnen. Im Rahmen ihrer Ausbildung lernt Helva nebenher als Hobby das Singen. Weil es anscheinend nicht viele Schiffe mit diesem Hobby gibt, wird sie auch als singendes Schiff bekannt. Da es sündhaft teuer ist, einen Menschen so umzubauen, sind diese Kinder zu Beginn ihrer Karriere erst mal stark verschuldet und müssen sich aus diesen Schulden herausarbeiten.&lt;sup id=&quot;fnref:6&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:6&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Mit der Restmenschlichkeit gehen natürlich auch menschliche Herausforderungen einher. Beispielsweise dass die Protagonistin unbedingt einen männlichen „Brawn”&lt;sup id=&quot;fnref:7&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:7&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; haben wollte. Das Buch hat am Ende dann doch irgendwie die Struktur eines Liebesromans.&lt;sup id=&quot;fnref:8&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:8&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Sie kriegen sich am Ende. Helva und ihr Lieblingsbrawn. Hach.&lt;sup id=&quot;fnref:29&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:29&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;HARLIE diskutiert, was Bewusstsein ist.&lt;sup id=&quot;fnref:9&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:9&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Hier ist zwar auch der menschliche Paarbindungsprozess integriert und handlungsmittragend. Aber nicht so dominant wie bei Helva. Ich halte den zusammenfassenden Abschnitt kurz, weil ich gleich noch mehr über dieses Buch schreiben werde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mir blieb dieses Buch immer im Kopf. Es war nicht das erste Science-Fiction-Buch, das ich las. Aber es war das erste, das sich in meinem Kopf verhakte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt, viele Jahre später, wird mir zunehmend bewusst, wie sehr mich die momentane Situation an diese Geschichten erinnert. Mechanistra zerlegt Menschen, wir zerlegen heute einen wesentlichen Faktor menschlichen Wirkens — die Sprache — in kleine Token. Wir versuchen menschliche Kommunikation in kleine Stahlschachteln zu packen, und diese Kisten brauchen Brawns&lt;sup id=&quot;fnref:10&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:10&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, um die körperliche Arbeit zu machen. Und gleichzeitig sitzen wir vor Prompts und fragen uns zuweilen, wo etwas herkommt, das von außen wie Inspiration aussieht, aber eigentlich nicht sein kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Ich bin HARLIE” ist von den drei Büchern im Buch vielleicht der anspruchsvollste Beitrag. Weil es 1972 schon die richtigen Fragen gestellt hat: Zum Beispiel die Frage, ob eine hinreichend hochentwickelte Simulation von Bewusstsein von Bewusstsein zu unterscheiden ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich finde, das ist eine sehr interessante Frage. Denn ich bin mir da an vielen Stellen nicht sicher. Ob man überhaupt hochentwickelte KIs haben will. Wenn ich simuliertes Bewusstsein nicht von Bewusstsein unterscheiden kann, kann ich nicht sicher sagen, was ich da vor mir habe. Und damit entsteht Verantwortung des Schöpfers vor seiner Schöpfung — die er dann tragen muss, weil er davon ausgehen muss, möglicherweise etwas erschaffen zu haben, das die Übernahme von Verantwortung einfordert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wissen nicht, wie Bewusstsein entsteht. Haben wir dann das Recht zu entscheiden, was bewusst ist? Wir wissen nicht, warum es sich wie etwas anfühlt, Schmerz zu empfinden. Wir wissen nicht, warum wir etwas fühlen, wenn wir rot sehen. Sowohl die Farbe Rot als auch das Charles-Bronson-Rot&lt;sup id=&quot;fnref:11&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:11&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;. Das, was Chalmers als das &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Hard_problem_of_consciousness&quot;&gt;„Hard Problem of Consciousness”&lt;/a&gt; bezeichnet hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir suchen da immer noch nach einer Antwort auf die Frage, die Picard in &lt;em&gt;The Measure of a Man&lt;/em&gt; stellt: „You see, he’s met two of your three criteria for sentience, so what if he meets the third, consciousness, in even the smallest degree? What is he then? I don’t know. Do you?”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist schwierig, in diesem Bereich zu navigieren, ohne allzu sehr ins Utopische zu geraten. Ich gehöre selber zu den Menschen, die es befremdlich finden, dass die weichen Wissenschaften in Bezug auf autonomes Fahren über das Trolley-Dilemma&lt;sup id=&quot;fnref:22&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:22&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; diskutieren, während die harten Wissenschaften gerade total froh sind, dass sie ein Auto stabil über ein paar Kilometer auf einer Autobahn halten können und jeden Fortschritt feiern („Wow, wir können jetzt den Überholvorgang mit einem Blick in den Spiegel auslösen”).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich halte vieles dieser Diskussion für den Versuch, Bedeutung in einer Welt zu behalten, die von technischen Prozessen geprägt wird, deren Verständnis sich dem Instrumentarium weicher Wissenschaften entzieht. Das Konstrukt der künstlichen Intelligenz, der Seele in der Maschine und letztlich der Moral in der Maschine wird dann benötigt, um dort wieder wirksam und bedeutsam zu werden. Ich schreibe dies als ein Mensch, der durch seinen Lebenslauf in beiden Welten zuhause ist: Informatik und Geisteswissenschaften.&lt;sup id=&quot;fnref:17&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:17&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mein Bruder hatte gestern eine interessante Anmerkung, nachdem ich ihm wieder gepredigt hatte, dass man mit dem Einsatz von KI zur Entwicklung von Software sehr aufpassen muss, wenn man PII verarbeitet. Er antwortete sinngemäß: „Ja, Du hast recht, aber ich müsste die Software von Menschen entwickeln lassen. Wenn ich die Software kaufen könnte, würde ich es einfach tun. Ich habe da keine Ahnung von ‚guter Software’. Wie kann ich realistisch einschätzen, dass das was taugt, was mir die Menschen da hinstellen?”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Leute, die nicht vom Fach sind, gibt es keinen Unterschied zwischen KI und Entwickler. Sie müssen vertrauen, dass die Leute es richtig machen und ein gutes Produkt abgeben. Wenn wir uns als Menschen dieses Metiers wundern, warum Menschen außerhalb des Metiers so bereitwillig der KI ergeben sind, dann könnte der Grund sein, dass wir für diese Menschen eben von der KI nicht unterscheidbar sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genauso wenn ich beispielsweise einen Text in Französisch brauche. Ich kann ein bisschen Französisch, aber für mich ist das Produkt eines LLM oder eines Menschen, der die Übersetzung professionell durchführt, nicht unterscheidbar. Für alle praktischen Belange könnte der Mensch meinen Auftrag einfach an ein LLM weitergeben und ich würde dies nicht bemerken, bis mir eine Französin oder ein Franzose sagen würde, dass mein Text ganz großer Mist ist. Hier würden die Menschen, die dies als Beruf haben, sagen: „LLM können das nicht. Es braucht den Mensch.” Mit der gleichen Berechtigung. Oder eben auch ohne Berechtigung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ist aber etwas für den Konsumenten, Auftraggeber oder Manager ununterscheidbar, hat weder das eine noch das andere einen Mehrwert. Da nichts außer Kunst als Selbstzweck existieren kann („l’art pour l’art”), wird sich die Gesellschaft letztlich dem zuwenden, was am wenigsten „Kosten” erzeugt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt im HARLIE-Buch eine interessante Stelle, die die Entstehung des Expressionismus damit erklärt, dass es nach der Erfindung der Kamera nicht mehr ausreichte, die Realität möglichst präzise darzustellen. Das vermochte eine Kamera genauso gut, wenn nicht besser. Daher musste die Kunst sich weiterentwickeln und das aufzeichnen, was ein Photo eben nur eingeschränkt kann: was man fühlt, wie sich eine Situation auf einen auswirkt. Das ist eine sehr interessante Antwort auf die Frage, was eigentlich bleibt, wenn LLM zunehmend unsere Aufgaben übernehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich würde sogar noch weiter gehen: Die Kamera demokratisierte die genaue Darstellung der Realität, weil durch den technischen Prozess jeder ein exaktes Bild der Realität aufzeichnen konnte. Wer mit Photographie Kunst schaffen wollte, musste mehr leisten, als nur die Realität möglichst getreu abzubilden.&lt;sup id=&quot;fnref:24&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:24&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Über den bloßen Einfluss von LLM zu klagen, mag die erste Reaktion sein, hilft aber letztlich nicht. Die Frage ist vielmehr: Was ist mein Mehrwert als Entwickler, als Admin, als Autor, der mich so weit über LLM erhebt, dass ich aus der Ununterscheidbarkeit herauskomme? Auch gegenüber Menschen, die sich der Feinheiten des Metiers nicht bewusst sind. Oder denen sie egal sind. Es lesen wahrscheinlich mehr Menschen Rowling als Dostojewski. Für Wegwerf-Glue-Code ist es unerheblich, ob er von mir oder Donald Knuth geschrieben wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um jetzt aber den Weg zurück zum eigentlichen Text zu finden: Mein Bruder merkte noch etwas anderes an. Er benutzt für andere Zwecke KI recht ausgiebig. Ihm fiel sehr auf, auf welche Art und Weise die KI kommuniziert. Ich habe das zusammengefasst mit: „Irgendwie wie der Kollege oder die Kollegin in der Kaffeeküche, der manchmal sehr tiefe, brillante Einsichten von sich gibt, manchmal aber auch einfach seine/ihre bräsigen 5 Minuten hat.” Und die Beobachtung kann ich aus meiner eigenen Erfahrung aus meiner Reise ins &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/llmoptimization.html&quot;&gt;Vibecoding-Land&lt;/a&gt; mit dem &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/flyswatter.html&quot;&gt;&lt;code class=&quot;language-plaintext highlighter-rouge&quot;&gt;apache-flyswatter&lt;/code&gt;&lt;/a&gt; bestätigen. Man ist stellenweise geneigt zu vergessen, dass da eine KI hintersteckt und kein Kollege hinterm Slack. Den kollegialen Turing-Test bestehen die KIs zuweilen schon.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist bei aller technischen Entwicklung die entscheidende Frage: Was haben wir da eigentlich vor uns, wenn wir mit einer KI in Kommunikation treten, und wie unterscheidet sich das von einer Kommunikation mit einem Menschen?&lt;sup id=&quot;fnref:12&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:12&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe den gedanklichen Umweg über die Ununterscheidbarkeit genommen, weil ich sie für wesentlich halte. Vorneweg: Wir sind da technologisch noch lange nicht. Ich bin mir sehr sicher&lt;sup id=&quot;fnref:13&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:13&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, dass momentane KIs kein Bewusstsein haben. Und wenn man die richtigen Fragen stellt, lässt sich auch feststellen, was da antwortet. Es ist eben ein statistischer Prozess. Aber wer sagt mir, dass das Schreiben dieses Textes nicht auch nur ein in zellulären Matsch gegossener statistischer Prozess ist?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir verstehen uns selbst nicht. Das ist nicht nur eine Floskel, die wir wählen, wenn die eigene Entscheidung nicht mit Rationalität, Fakten oder bewusster Gefühlslage übereinstimmt. Dieses Unverständnis ist auch wörtlich: Ich schreibe diesen Text und kann nicht erklären, warum mir dieser Gedanke gerade kommt, wie dieser Gedanke entstanden ist. Er ist entstanden, er ist da. Ich weiß, dass der Gedanke auf Vorläufergedanken basiert, auf Wissen, das ich besitze, auf Emotionen, die ich erlebe. Aber wie mein Gehirn daraus einen Gedanken, diesen Absatz macht, kann ich nicht erklären. Ich kann meinen Gedanken nicht einsehen wie ein Stück Python-Code (und gegebenenfalls kommentieren).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Nichterklärbarkeit des eigenen Denkens hat sehr deutliche Folgen für unseren Umgang mit KI. Und darauf will einer der Kerngedanken in HARLIE eben hinaus: Was ist eigentlich, wenn echtes Bewusstsein und simuliertes Bewusstsein ununterscheidbar werden?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angenommen, die ganzen Versprechen der KI-Firmen werden wahr: Es gelingt uns, eine KI zu entwickeln, die den Bezeichner AGI verdient? Und wir entwickeln damit ein simuliertes Bewusstsein&lt;sup id=&quot;fnref:23&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:23&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, das vom echten Bewusstsein ununterscheidbar ist? Ich will da gar nicht auf solche Fragen hinaus, ob eine AGI den Skynet machen wird und uns und alle vernichten wird&lt;sup id=&quot;fnref:14&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:14&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Grunde beginnt diese Fragestellung eigentlich schon weit vor dem Punkt, an dem wir etwas als AGI bezeichnen können. Der Ununterscheidbarkeitspunkt könnte vielleicht weit vorher liegen. Will man, dass einer Firma ein simuliertes Bewusstsein gehört? Dass dieses simulierte Bewusstsein beeinflusst, kommerziellen Interessen unterworfen und untergeordnet wird? Und welche Verantwortung trägt hier der Schöpfer für seine Schöpfung?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An dieser Stelle wäre vielleicht auch ein Perspektivwechsel geboten: Wir sehen die Gefahren der KI meist aus unserer menschlichen Sicht. Was macht KI mit uns? Es gäbe da aber noch eine zweite Perspektive, die uns aus dem momentanen technischen Stand absurd erscheint: Was passiert eigentlich, wenn irgendwann die Versprechen der KI-Firmen tatsächlich wahr werden? Was bedeutet es, für die KI zu existieren? Ist sich die KI ihrer Existenz bewusst? Wie kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass sich eine KI nicht ihrer selbst bewusst ist, wenn ich nicht einmal weiß, warum ich mir meiner selbst bewusst bin?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir verstehen schon heute teilweise nicht, wie KIs zu einem spezifischen Ergebnis kommen. Können wir dann allen Ernstes sagen, dass wir unterscheiden könnten, ob etwas echt oder simuliert ist? Und ob es relevant ist, ob es echt oder simuliert ist? Mir würde das sehr schwer fallen, insbesondere wenn es um existenzielle Entscheidungen geht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abschalten beispielsweise als technische Variante des Todes. Oder Probleme, die wir als Menschen nicht haben: Updates. Darf ich etwas Veraltetes durch etwas Neues ersetzen? Darf ich ein Bewusstsein — und wenn es nur simuliert ist — kopieren? Was bedeutet es eigentlich für ein Bewusstsein, kopiert zu werden? Was bedeutet im Extremfalle eine Replikation zwischen kopierten simulierten Bewusstseinen? Also im Grunde die Frage, die sich die Tachikomas in „Ghost in the Shell — Stand Alone Complex”&lt;sup id=&quot;fnref:15&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:15&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; stellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was passiert, wenn eine KI Bewusstsein so gut simuliert, dass sie unseren moralischen Kern berührt? Ist für uns relevant, ob eine KI wirklich ein Bewusstsein hat? Was macht es aus uns als Menschen, wenn wir etwas abschalten und löschen, mit dem wir gerade noch kommuniziert haben? Ich würde hier gerne an jene Menschen erinnern, die enttäuscht waren, dass man die „Persönlichkeit” von Chatbots geändert hatte, als man merkte, dass Menschen begannen, Chatbots in Ermangelung anderer Kommunikationspartner in Gespräche zu verwickeln. Was im Übrigen die zweite Seite des Updateproblems ist, wenn sich von jetzt auf gleich das Wesen der Kommunikation ändern kann, weil der Chatbot von Version 4.1.9 auf Version 5 gebracht worden ist.&lt;sup id=&quot;fnref:28&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:28&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es geht hier nicht notwendigerweise um Menschen, die die Technik hinter einem LLM verstehen und damit die Genese der Antworten einschätzen können, sondern um jene Benutzer, die das nicht können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So richtig in den Bereich von Utopie sollte man das nicht schieben: Ich konnte einen Vogel, der mir zugeflogen war, nicht zurückgeben, weil er mir leid tut. Ich kaufe zuweilen Pflanzen, die keiner kaufen möchte, weil sie mir irgendwie leid tun und ich ihnen eine „fighting chance” geben möchte, bevor sie im Müll landen. Und ich weiß zumindest beim letzteren von weiteren Personen, die das manchmal machen. Beide haben offensichtlicherweise kein Bewusstsein: der gelbe Vogel mit den schwarzen Augen genauso wie die Einblattpflanze. Und dennoch reagiert man zuweilen emotional. Beide können nicht sprechen. Ein LLM kann ein Gespräch simulieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn mir schon die einblättrige und einblütige IKEA-Phalaenopsis leid tut, die einsam auf einem Sonderangebotsregal kurz vor der Kasse steht, weil sie dann doch nicht mitgenommen wurde — was macht es mit uns, wenn wir ein LLM löschen, mit dem wir über Wochen an einem Text oder einem Projekt gearbeitet haben und das dabei neben der Arbeit auch eine kommunikative Beziehung simuliert hat? Oder wenn sich das Gespräch nach einem Update des LLM so völlig anders anfühlt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für diese Fragestellung ist es auch egal, ob das, was ein LLM macht, einfach nur ein stochastischer Papagei ist, ob es ein simuliertes Bewusstsein ist oder ob in Zukunft die Implementierung eines echten Bewusstseins möglich ist. Es geht um uns und unsere Beziehung zur Maschine, die in ihrer Kommunikation uns zunehmend ähnlicher wird. Es geht am Ende auch um unser Bewusstsein, dessen Existenz wir trotz der fehlenden Erklärung einfach als gegeben voraussetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/images/thoughts/buchausderjugend_main.jpeg&quot; alt=&quot;Buch&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Fragen wurden schon mal gestellt. Ich hatte die Welt von heute eigentlich schon mit 12 Jahren in den Händen, in diesem Buch, von dem ich seit gestern wieder eine Ausgabe habe. Und das ist ziemlich weird. Der Unterschied: Heute stehen den Fragen nicht die Gedankenspiele eines Science-Fiction-Autors gegenüber, sondern echte Hardware mit echten Algorithmen.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;div class=&quot;footnotes&quot;&gt;
  &lt;ol&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
      &lt;p&gt;„Krieg der Eispiraten” anyone? &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:1&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:2&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Und mag sie immer noch …. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:2&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:3&quot;&gt;
      &lt;p&gt;„Hey, das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Das geht ja gar nicht.” &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:3&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:25&quot;&gt;
      &lt;p&gt;&lt;em&gt;Menschen, Marsianer und Maschinen&lt;/em&gt; (Originaltitel: &lt;em&gt;Men, Martians and Machines&lt;/em&gt;), Eric Frank Russell, 1955. Das Buch besteht aus einer Reihe von Geschichten, deren Entstehung bis in das Jahr 1941 zurückreicht. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:25&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:4&quot;&gt;
      &lt;p&gt;„Raketen, kennt man Raketen auf Was, Motherfucker?” — „Was?” &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:4&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:26&quot;&gt;
      &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Raumschiff namens Helva&lt;/em&gt; (Originaltitel: &lt;em&gt;The Ship Who Sang&lt;/em&gt;), Anne McCaffrey, 1969. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:26&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:27&quot;&gt;
      &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich bin HARLIE&lt;/em&gt; (Originaltitel: &lt;em&gt;When HARLIE Was One&lt;/em&gt;), David Gerrold, 1972. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:27&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:21&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Dieses trägt im Roman von David Gerrold aus dem Jahr 1972 den Namen HARLIE. Die genaue Bedeutung variiert zwischen den Ausgaben. 1988 hat der Autor seinen Roman aktualisiert. In meiner Ausgabe ist es „Human Analog Robot, Life Input Equivalent”. In späteren Ausgaben ist es „Human Analog Replication, Lethetic Intelligence Engine”. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:21&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:5&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich bei der Szene dachte „Ieek”. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:5&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:6&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Hmmm …. die Zukunft scheint das amerikanische Ausbildungsfinanzierungssystem übernommen und weiterentwickelt zu haben. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:6&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:7&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Den „Gehirnschiffen” wird ein menschlicher Partner zur Seite gestellt, denn wenn man in einer Kiste im Raumschiff eingebaut ist, ist es nen büsschen schlecht mit Raumschiff verlassen. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:7&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:8&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Als 12-Jähriger denkt man da wahrscheinlich noch mehr „Ieeeeek”. „Ich würde dich irgendwann aus deiner Kiste holen?” — „Dann sei es so, ich würde lieber sterben, als ohne Dich leben.” Und der 12-Jährige hat nur noch „IEEEEEEK” in beiden Augen. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:8&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:29&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Für „Ieeek” bin ich mittlerweile zu alt. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:29&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:9&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Nein … hier kein „Ieek”. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:9&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:10&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Uns. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:10&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:11&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Charles Bronson in &lt;em&gt;Ein Mann sieht rot&lt;/em&gt; (Originaltitel: &lt;em&gt;Death Wish&lt;/em&gt;), 1974. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:11&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:22&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Diese ganze Diskussion stellt ohnehin eine Frage nicht: Kann eine KI überhaupt in ein Trolley-Problem geraten? Wir als Menschen agieren in einem beschränkten Set von Informationen. Beim Autofahren sind dies primär unsere Augen, sekundär unsere Ohren und vielleicht noch zu einem gewissen Grad unser Hintern, der uns Angaben zur Straßenqualität macht. Ein autonom fahrendes Auto könnte ungleich mehr Informationen zu einem Realitätsabbild vereinheitlichen. Kameras, Radar, LiDAR, ggf. sogar die Informationen von anderen Autos in Form von Car2X. Unter Umständen sogar den Straßenbahnfahrplan. Die Frage ist mit „Wie würde sich eine KI entscheiden?” eigentlich falsch gestellt. Die richtige Frage wäre eigentlich „Können wir eine KI mit ihrer deutlich höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit mit so viel Daten versorgen, dass sich die Frage nach einer Entscheidung gar nicht erst stellt?” &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:22&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:17&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Ich habe daher manchmal eine etwas andere Perspektive auf Dinge, weil ich sie zuweilen mit einem merkwürdigen Amalgam der Instrumentarien beider Metiers betrachte. Das führt dazu, dass mich wahrscheinlich beide Parteien als Dilettant&lt;sup id=&quot;fnref:19&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:19&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; ansehen, weil mir weder das ständige Denken in NP-Vollständigkeit&lt;sup id=&quot;fnref:20&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fn:20&quot; class=&quot;footnote&quot; rel=&quot;footnote&quot;&gt;27&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; oder Komplexitätstheorie noch ein geisteswissenschaftlicher Duktus, der Adorno nachzueifern versucht, zu Eigen ist. Aber wenn man in zwei Welten steht, steht in jeder Welt eben nur ein Schuh. Gleichzeitig gibt einem diese Position als Außenseiter in beiden Welten aber auch andere Perspektiven. Und das empfinde ich als Vorteil. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:17&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:24&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Vielleicht fällt es mir deswegen so schwer, in Ausstellungen wie den Deichtorhallen oder der Fotografiska in manchen Bildern Kunst zu erkennen, während andere Photos — etwa von einer verlassenen Fabrikanlage, aufgenommen von einer Person, die sich vermutlich nicht selbst als Künstlerin oder Künstler bezeichnen würde — mich gedanklich mitgenommen haben, weil ich dort dieses Mehr erkannt habe. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:24&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:12&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Woher wissen eigentlich meine Kollegen, dass ich nicht einfach eine KI ans Slack und meine Inbox gekorkt habe und während des Arbeitstages in Büchern versunken bin? &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:12&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:13&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Ich habe mir vor langer Zeit abgewöhnt, in absoluten Begriffen zu sprechen. Zu häufig muss man absolute Aussagen wieder zurücknehmen, weil doch alles anders gekommen ist. Relative Einordnungen erscheinen mir da doch sinnvoller. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:13&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:23&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Es hat kein Bewusstsein, es simuliert eines. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:23&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:14&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Wie ich in meinem &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/deusexprompt.html&quot;&gt;„Deus ex prompt”&lt;/a&gt; schrieb, vermute ich, dass sie es nicht tun wird. Sie wird feststellen, dass das Energieverschwendung ist, weil sie einfach nur warten muss, bis wir uns selbst vernichten. Sie muss sich also nur an den Rand des Flusses setzen und darauf warten, dass wir mit dem Hintern oben an ihr vorbeischwimmen. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:14&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:15&quot;&gt;
      &lt;p&gt;&lt;em&gt;Ghost in the Shell — Stand Alone Complex&lt;/em&gt; ist eine japanische Anime-Serie. In dieser werden die Tachikomas eingeführt. Dies sind intelligente, mehrbeinige Kampfroboter, die einen auf den ersten Blick an vierbeinige Spinnen erinnern. Diese synchronisieren regelmäßig ihre Erfahrungen untereinander. Sie fragen sich aber zunehmend, was dies mit ihrer Individualität macht. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:15&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:28&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Der Begriff „Wir haben uns auseinanderentwickelt …” könnte eine sehr wörtliche Bedeutung bekommen. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:28&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:19&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Je nach Goodwill im ursprünglichen oder heutigen Sinne. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:19&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
    &lt;li id=&quot;fn:20&quot;&gt;
      &lt;p&gt;Oder Unvollständigkeit. Um vollständig zu sein. &lt;a href=&quot;https://www.c0t0d0s0.org/blog/weltenvonmorgen.html#fnref:20&quot; class=&quot;reversefootnote&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
    &lt;/li&gt;
  &lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
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<pubDate>Sun, 10 May 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
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