Entries tagged as transparency deutschland
Wednesday, March 29. 2006
Nachdem TI-D jetzt Moni aeusserst indirekt mitgeteilt hat, das keine juristische Weiterverfolgung erfolgen wird, werde ich die weitere Beobachtung von TI-D den journalistischeren Weblogs ueberlassen. Immerhin ist dies hier eigentlich ein technisches Weblog.
Ich freue mich auf jeden Fall darueber, das hier gezeigt worden ist, das es eine aktive und starke Öffentlichkeit neben den üblichen Verdächtigen der NGOs, Parteien und Medien gibt. Vielleicht ist nicht das einzelne Weblog relevant, in seiner Gesamtheit ist dies für die deutsche Blogosphere aber sicherlich der Fall.
PS: Eine Entschuldigung der TI-D bei Moni ist aber allein aus Höflichkeitsgründen geboten ...
Tuesday, March 28. 2006
Ich glaube, da sind einige Leute noch mal in sich gegangen, und nehmen jetzt die Ruder kräftig in die Hand. Und nachdem der Vorstand das zweite Schreiben als Alleingang des Justiziars hinstellt, darf man auch über die Restverweildauer desselben spekulieren. Doof, wenn man dann ploetzlich einen Teil seiner Legitimation verliert.
Tuesday, March 28. 2006
Alfonsens hat die zurückgezogene Pressemitteilung von TI-D in seinem Weblog gepostet. Besonders gut finde ich:
Dass die anfangs vereinbarte Stundenanzahl von 20 Wochenstunden nach Ablauf der Probezeit erhöht werden sollte, war der Mitarbeiterin seit den Vorstellungsgesprächen bekannt. Es ergeben sich da für mich Aussenstehenden zwei Fragen:
1. Warum sollte ein Arbeinehmerin einer Drittelung ihres Lohns nach der Probezeit zustimmen, wo doch eigendtlich nach der Probezeit in anderen Firmen Bewährungslohnerhöhungen nicht selten gesehen werden.
2. Warum lässt man jemanden in der Probezeit weniger arbeiten als dann regulär. Ich will doch auch in der Probezeit sehen, wie eine alleinerziehende Mutter mit 30 Stunden organisatorisch klarkommt.
Das passt irgendwie so garnicht zusammen.
(Für die Leute, die jetzt erst zuschalten, verweise ich mal wieder auf das entsprechende Tag in meinem Blog)
Tuesday, March 28. 2006
Nun auch bei der Netzeitung
Im Interview mit der Netzeitung erzählt «Moni», deren vollständiger Name der Redaktion vorliegt, von dem Vorfall, der derzeit in deutschen und internationalen Weblogs für enorme Resonanz sorgt und sich für Transparency International zum PR-Desaster entwickelt. und Moni:Die Frage nach den Bloggern und dem Mediendruck ist eine komplexe Angelegenheit, die momentan in vielen Weblogs besprochen wird. Ich denke, eine Bestandsaufnahme über diese Frage wird man vielleicht aufnehmen können, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat.
Update: Tageschau.de berichtet auch, nur mit einem kleinen Fehler. Es gab Kontaktaufnahmen, auf die TI-D nicht oder kaum reagiert hat: http://unkreativ.twoday.net/stories/1752289/ und
http://unkreativ.twoday.net/stories/1757430/
Tuesday, March 28. 2006
Die Stimme der freien Welt schreibt:
DAS Stigma werdet ihr nie wieder los. Sobald man eure Seite googled, wird eine Reihe unschöner Dinge da über euch stehen. Jahrelang. Und es gibt exakt NICHTS, was ihr dagegen tun könnt.
Bei Google hat die Entwicklung schon seine Auswirkungen. Groesstenteils sind dort nur noch Berichte ueber die Abmahnungen auf den vordersten Seiten zu finden.
Tuesday, March 28. 2006
Bettina vom EKM-Blog hat mich darauf hingewiesen: Es gibt erste Resonanz der konventionellen Medien : Der selbst gemachte PR-GAU bei Focus Online:
Er werde keine Äußerungen zur Veröffentlichung freigeben, teilte Marten schriftlich mit, weil die Zitate „ihren Bedeutungsinhalt aus dem Zusammenhang (erlangen), in den Sie sie stellen“. Im Klartext: ohne Kenntnis des gesamten Berichts kein Zitat – ein Vorgehen, mit dem kein Politiker davonkäme
Tuesday, March 28. 2006
Funktioniert die Krisen-PR von Transparency International vielleicht doch besser, als alle denken? Die Sau wird in Kleinbloggersdorf auf immer neu Geschwindkeitsrekorde getrimmt und in den konventionellen Medien steht ... hmmm ... garnichts. Business as usual. Traut sich niemand zu berichten? Hat die Geschichte keinen Nachrichtenwert? Wissen die Medien mehr als die Blogosphere, glauben die Medien mehr zu wissen als die Blogosphere? Fragen über Fragen.
Tuesday, March 28. 2006
Es kommt Bewegung in die Angelegenheit Moni vs. Transparency International - Deutschland (TI-D). Zunächst hat sich Moni dazu entschlossen, die Artikel nicht zu löschen. Dafür zolle ich ihr mal an dieser Stelle meinen Respekt. Weiterhin hat Udo Vetter( seines Zeichtens Autor des Lawblog) die Vertretung uebernommen. Damit wird dann jetzt auch anwaltlich auf die die Einschüchterungsversuche von TI-D reagiert. Udos Reaktion kann man unter nachlesen. An selber Stelle gibt es unter Die Gutmenschen noch seinen Standpunkt zu den Forderungen des "Standesgenossen" (Udo scheint so richtig angepestet zu sein).
Unkreativ schreibt TI-D und bekommt sogar eine Antwort. Quintessenz: Nicht den Kern begriffen. Es geht nicht um die Personalangelegenheit, sondern um das Verhalten des Hausjuristen der TI-D. Man versucht nicht die Welt zu verbessern, um dann Einzelpersonen mit dem Ruin zu bedrohen.
Wer erst jetzt zuschaltet findet bei Robert Basic übrigens eine hervoragende Zusammenfassung.
Ich halte den Titel "Chronologie der Selbstvernichtung" von Roberts Artikel für sehr treffend. Ich kann als Mitausloeser(kleines Rad) der ersten Welle nur meine Gedanken zur Organisation äussern. Die Ziele von TI-D sind unterstützenswert, die Organisation nach diesem Debakel nicht mehr. Wenn man jetzt bedenkt, das ich nur sehr dosiert spende, wird TI-D mein Lebtag keine Unterstützung von mir erfahren. Gedanklich fällt das bei mir jetzt in die Schublade "Lobbygruppe". Jetzt mag man denken "Okay, was solls, ist nur einer". Aber was passiert, wenn viele so denken? Was passiert wenn die institutionellen Spender sich aufgrund der äusserst schlechten Presse distanzieren? Selbstvernichtung ist da durchaus ein passendes Wort.
Monday, March 27. 2006
Man hätte ja meinen können, das sich nach diesem Wochenende sich alle Parteien einfach mal unterhalten wuerden und an sich an einen Tisch setzen und wie gesittete Menschen das Problem einmal neu ausdiskutieren, aber dann findet sich in Monis Weblog folgender Text:
ich habe wieder einen Brief vom Justitiar bekommen, der mir dieses Mal – in wie ich finde noch viel einschüchternderer – Weise mitteilt, dass ich seine Urheberrechte verletze, wenn ich seinen Brief in mein Weblog stelle. Des weiteren teilt er mir mit, der Umstand, dass ich mich in dem neuen Erklärungsposting auf Erzählungen meiner Freundin beziehe, mache meine unwahren Behauptungen nicht weniger rechtswidrig. Er fordert mich auf, sowohl das Erklärungsposting von gestern als auch seinen Brief vom 24. März bis 21 Uhr aus dem Netz zu nehmen und wird sonst nicht zögern, diese Forderung gerichtlich durchzusetzen.
oder in natura:

Es sollte doch eigentlich möglich sein, das sich eine NGO, die sich in Sachen Korruption mit Regierungen anlegen möchte, eine Streit- und Kritikkultur zulegt, die nicht auf Einschüchterung und anwaltlicher Drohung basiert. Aber es scheint, das in dem Moment, an dem das Arbeitsrecht beginnt, alles andere in den Hintergrund tritt.Krisen-PR sieht anders aus. Ganz anders.
Was mich ein bisschen wundert, ist der eklatante Formulierungsfehler am Ende. Ein Satz der mit "sowohl" beginnt, sollte auch mit einem "als auch" weitergefuehrt werden. Da wurde wohl mit der heissen Nadel gestrickt. Man scheint das ganze ohnehin auch bei TI-D sehr ernst zu nehmen, bei einer so raschen anwaltlichen Reaktion.
Monday, March 27. 2006
Larko writes in a comment to my article "Memegeschwindigkeit " an more elaborated view on the speed of the IT-D meme:
Joerg, we were even quicker than that. My first post in Estonian appeared at 2:17:41 a.m. local time (1:17:41 a.m. in Germany) on Sunday. My English version was released an hour later (baring in mind that we switched over to the summer time). Scottage linked to me six hours later. So the story was on two continents well before Sunday noon. Some time on Sunday afternoon (there is no time stamp) I was linked by a blogger in Malaysia. So this was really a global issue by afternoon.
I can just imagine what is going to happen in the IT-D offices very soon as they discover what happened during the weekend.
Monday, March 27. 2006
Es ist ja faszinierend, wie schnell Meme in der Blogosphere transportiert und weitergegeben werden: In der Nacht von Freitag auf Sonntag postet ix den ersten Bericht über TI-D und Moni. Samstag morgens werden wie ersten Berichte in die weiteren Weblogs gepostet. Danach uebernehmen die Geschichte dann Spreeblick, c0t0d0s0.org und lumma.de. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die ersten Berichte das TI auf Technorati auf Platz 1 ist, finden sich Samstag abends. Sonntags mittags gibt es die erstens Berichte in ausländischen Weblogs.
In ein bis anderhalb Tagen wird ein Meme in Kleinbloggersdorf(Deutschland) und Grossbloggershausen(englische Blogosphäre) transportiert. Diese Geschwindigkeit ist fast schon furchterregend. Wie schnell wäre die Blogosphäre, wenn es um etwas wirklich Weltbewegendes geht und nicht nur um ein PR-Desaster einer NGO?
Sunday, March 26. 2006
For my readers who are not fluent in german two english blogs reporting about the Transparency International issue:
Larko
The German chapter of Transparency International is in the middle of a self infected publicity disaster this weekend.
Scottage
So you think that words have no power, huh? Well, corporate powerhouse Transparency International probably wouldn’t agree. In what could have been a simple case of a bit of bad press, they have now caused a wave of criticism which appears to be only just beginning
And Moni wonders a little bit about the estimations of her age ...
Saturday, March 25. 2006
Am Anfang war das Feuer. Wir lebten noch in Höhlen und kackten einfach in die Ecke. Irgendwann kam dann das Wort und einige Stammesweise sagten "Hier stinkts" und die Höhle für die Notdurft wurde eingeführt. Daraus sollte in vielen Iterationen die moderne Toilette werden, aber darum soll es heute nicht gehen.
Nachdem das drängenste Problem aus der Welt war, wurden das Rad und ähnlich wegweisende Dinge erfunden. Nur gab es immer noch das Problem, das sich die Männer immer noch gegenseitig den Kopf eingeschlagen haben, rumhurrten und sich gegenseitig die Frauen weggenommen haben und die Frauen in anderen Bereichen nicht weniger schlecht benommen haben. Die Stammenweisen erfanden dafür die Religion und mit ihnen Gebote. Du sollst nicht töten ( ... "zumindestens nicht ohne guten Grund und ohne das wir es erlaubt haben") sorgte dafür das das Köpfeinschlagen etwas weniger zum Brauchtum gehörte und das "Du sollst nicht Begehren deines nächsten Frau" (... "zumindestens nicht so, das er es merkt") sorgte dafür das Frauen seltener an den Haaren in die eigene Heimstatt gezogen worden sind. Nur das mit dem Rumhurren bekammen sie nicht in den Griff, das gibt es schliesslich noch heute. Dabei hätte man es vielleicht lassen sollen.
Über viele weitere Jahrhunderte wurden dann immer weitere Regeln und Gebote erfunden, die jeden Bereich unseres Lebens wohlgeregelt hinterlassen. Strafgesetzbuch, Hausordnung, Schulordnung, Verordnung da, Vorschrift hier.
Inzwischen wurden eine ganze Reihe anderer Innovationen ausprobiert: Dikatur, Demokratie, Monarchie. Die Stammesweisen waren inzwischen nicht mehr so wichtig, und mussten sich nach anderen Betätigungsfeldern umsehen. Und sprachen : "Wir kennen uns doch mit den Regeln aus, wir haben sie selber aufgestellt. Wir werden Rechtsanwält".
Und sie wurden Rechtesanwälte. Und die Menschen, ob ihrer Last entledigt, selber sich ihr Recht zu erstreiten, stritten sich nun noch mehr. Es kamen immer mehr Gesetze. Es gab natürlich gute und schlechte Rechtsanwälte. Während die guten ihr Geld mit der Rechtsvertretung verdienten, so langweilte sich die andere Hälfte. Mit der Erfindung der Demokratie gab es nun einen Ausweg. Die Rechtsvertreter wurden zu den Rechtsschaffenden. Und es kamen immer mehr Verordnungen, mehr Gesetze.
Alles wurde geregelt. Du sollst nur stecken dein Genital in kompatible Öffnungen (was dann irgendwann von der Zeit überrollt wurde). Du sollst nicht beleidigen (Die Satisfaktion zu fordern war irgendwann auch verboten worden, es blieb nur der juristische Weg, welch Zufall).
Wenn irgendwann in tausend Jahren ein Todesstern ueber unserem Planeten schwebt, wird garantiert ein Rechtsanwalt dem entgegenfliegen und sagen:
Sehr geehrter Herr Vader. Mit dem Todesstern verletzen sie die Rechte meines Mandaten.
Gemäß DisneyTimewarnerAOL-Gesetz von 2023 sind Copyrights unbeschränkt gültig. Ich fordere sie daher auf, umgehend ihren Todesstern abzubauen. Sollte das nicht erfolgen, kündige ich Ihnen schon jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und ggf. eine einstweilige Verfügung an. Ich gehe davon aus, dass Sie sich über die rechtlichen, aber auch finanziellen Konsequenzen, die sich daraus für Sie ergeben werden, klar sind.
Mit freundlichen Gruessen"
Es bleibt zu hoffen, das Herr Vader dann nur noch sein Laserschwert nimmt und den Rechtsanwalt in die ewigen Jagdgründe schickt, damit unsere Seelen danach in Frieden ruhen können. Bei unserem Glück holt Herr Vader aber sogleich den Schraubenschluessel raus.
Saturday, March 25. 2006
Für den Fall, das sich Moni zum Entfernen der Seiten entschliesst, habe ich zur Dokumentation der beiden Berichte entschlossen. Dies soll ausdrücklich nicht Transparency International oder deren Ziele schmähen, sondern soll eine aus meiner Sicht nicht zielführende Reaktion auf eine unangenehme Meinung dokumentieren:
Saturday, March 25. 2006
In der Medizin hat man es ja mittlerweile gelernt: Ein Allergen löst eine allergische Reaktion aus. Pollen + allergische Nase = Schnief. Zwangsläufig. In anderen Bereichen lernt man das anscheinend nicht so schnell. Es hat sich ja bisher gezeigt, das der Versuch, unliebsame Meinungen durch die juristisch gebildete Nebenrealität zu unterdrücken, nur dazu führte, das die unliebsame Meinung in ihrer Bekanntheit zu steigern.
Monis Bericht über die Erlebnisse ihrer Freundin bei Transparency International wäre wahrscheinlich nur eine Randnotiz mit unklarem Wahrheitsgehalt gewesen und geblieben, wenn man sich nicht dazu entschlossen hätte diese Meinung juristisch zu unterdrücken. Nun hat Transparency International das Problem, das zwei relativ reichweitenstarke Blogs ( wirres.net, spreeblick) schon auf diese auseinandersetzung verweisen und viele weitere Blogs wahrscheinlich dieses Thema bald auch aufgreifen werden.
Ich will mich jetzt nicht wie wirres in Worte wie "willhelmisches Demokratieverständnis" versteigen, denn damit hat das nichts zu tun. Es ist schlichtweg nur dumm, zu glauben, das solche Versuche unbeobachtet bleiben. Dazu funktioniert das Immunsystem der deutschen Blogosphäre mittlerweile zu gut. Meinung + Einstweilige Verfügung = Verlinkung. Und selbst wenn man es schafft, die Meinung zu unterdrücken, so ist der Ruf danach vollständig ruiniert.
PS: Meiner bescheidenen Meinung nacht, gibt es keinen einfacheren Weg den Pagerank der eigenen Seite zu erhöhen, als sich eine "Einstweilige" einzufangen.
Update: Mit Lumma.de hat ein weiteres reichweitenstarkes Blog die Geschichte aufgenommen. Die allergische Reaktion nimmt ihren Lauf.
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Comments
Tue, 07.10.2008 00:51
Ooooohja...
Mon, 06.10.2008 15:16
Die SAPS Werte werden ja auch auf der entsprechenden Install ation generiert. Warum das nic ht aufgetrennt wird, wei [...]
Mon, 06.10.2008 11:59
Ich verstehe nicht warum SAP n icht eine eigene Unicode Kateg orie macht oder wenigstens den Unicode Mode als Such/F [...]
Mon, 06.10.2008 08:52
Hi, totally different snack buyers experience yesterday. Three young ladies at the coun ter, just waiting for me [...]
Mon, 06.10.2008 08:47
Hmmm, "engineer company" . .. dachte eigentlich die Zeite n wären mit dem "JAVA" Tickers ymbol statt "SUNW" vorbe [...]