Entries tagged as Braindump
Sunday, December 30. 2007
Es ist Sonntag morgen und die Nacht kehrt ihre Opfer und Gewinner heraus. In den Zügen sitzen die Menschen, halb liegend, mit einem Gesicht aus dem der Alkohol jegliche Kontrolle hat entgleiten lassen. Geht man abends mit dem Ziel aus dem Haus, sich jegliche Würde aus dem Körper zu trinken. War es zunächst nur angetrunkenen Mut, der irgenwann in ertrunkene Verbitterung umgeschlagen ist, weil sich der Abend anders entwickelt hat, als erhofft.
Es kann auch anders gehen. Der Gegenentwurf sitzt nur eine Reihe weiter. Ein Paar sitzt dort. Jung, sie schlafend. Zufrieden lächelnd. An seine Schulter gelehnt. Er verträumt aus dem Fenster blickend.
Eine Nacht, eine S-Bahn, drei Menschen, zwei Entwürfe, die nacht zu leben, die Nacht zu beenden. Zwei Möglichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Tuesday, September 18. 2007
In letzter Zeit habe ich die Beobachtung gemacht, das ausgerechnet die Verkäufer am höflichsten und zuvorkommensten sind, die Kleinigkeiten verkaufen: Kaffee oder Broetchen. Bewusst geworden ist mir das letzten Freitag. Kreditkartengestählt wollte ich bei Ansons meine Gaderobe aufwerten. Ich lasse bei solchen Anlaessen gerne mal mehrere hundert Euro im Geschäft (ich kaufe selten, dann aber richtig). Erster Schritt: Hose kaufen. 2 Etage, bei den Hosen. Ich bin mir etwas unschluessig. Nach etwa drei bis vier Minuten laesst sich ein aelterer Verkäufer dann doch dazu herab, zu fragen was ich wuensche (wohlgemerkt: er stand vorher etwas zwei bis drei meter von mir entfernt). Aufs Unfreundlichste bescheidet mir dann dieser, das mein Wunsch doch bitte in der Jeansabteilung zu suchen sei, man haette hier nur Hosen. Ich bin nun vom Bekleidungshaus Bruns in Oldenburg freundliche und zuvorkommende Verkäufer gewohnt. Ergo: Das Geld blieb auf der Kreditkarte, ich habe den Laden sofort verlassen. Stinksauer. An dieser Stelle: Sehr geehrte Firma Ansons, ich verbitte mir die weitere Zusendung von Werbematerial. Danke!
Interessanterweise: Zum Stressabbau erschien mir eine dieser kaffeehaltigen Sünden (Caramel Macciato) vonnöten. Kostenpunkt 2.60 Euro bei McCafe. Und da war sie dann ploetzlich: Die Freundlichkeit, die ich mir eigentlich von jenem Hosenverkäufer in der Mönkebergstrasse erwartet hätte.
Ich hatte diese Geschichte eigentlich schon wieder vergessen, bis heute morgen eine genauso freundliche Kaffeeverkäuferin sogar so zuvorkommend war, die beiden aufgerissenen Zuckerbeutel in meiner Hand zu erkennen und mich zu fragen, ob sie diese für mich vor dem Deckelaufsetzen in den Kaffee schuetten darf. Das ist der Unterschied, ob man lächelnd mit einer kaffeeartigen Plörre in den Morgen geht oder ob man wütend den Laden verlässt, ohne sein Geld da gelassen zu haben.
Thursday, August 9. 2007
Ich glaube, ich weiss jetzt, was im ersten Lehrjahr im Handwerk oder im ablesenden Gewerbe unterrichtet wird - gleich als erstes, gleich in welchem Beruf: Wenn Du einen Kunden dazu zwingst, mit der Ankündigung, du würdest zwischen neun und 11 Uhr kommen, dann sei auch nich um 12:30 beim Kunden. Saubande ...
Wednesday, August 1. 2007
Wenn man so morgens in die Gesichter der Leute in der S-Bahn guckt, moechte man meinen, sie würden zur Schlachtbank und nicht zur Arbeit fahren. Verbiestert, den Blick verbissen nach Aussen gewandt und kein Wort wird im gesamten Zug gesprochen.
Monday, July 30. 2007
27 und der Rest von heute ....
Sunday, July 8. 2007
Ich frage mich ja ernsthaft, ob die deutsche Presse sich die Mission geschaffen hat, den A380 kaputt zu schreiben. Kein Markt ... viel zu gross ... kleinere Maschinen besser. Diesmal ist es die Zeit, die in dieses Horn blaesst
Nun: Ich bin mir seit dem letzten CEC sicher, das der Markt für den A380 da ist, und zwar durch eine ganz profane Beobachtung: Ich bin damals von San Francisco nach Frankfurt in einer LH 747 geflogen, nur wenige Minuten später flog eine Maschine der United Airlines (ebenfalls 747) mit Kollegen ab, auch mit dem Ziel Frankfurt, man traf sich in Frankfurt vorm Gate zur Maschine nach Hamburg. Es sind also zwei Maschinen hintereinander unterwegs, beide Maschinen knueppeldickevoll. Und nun erzaehle mir jemand, das es für diese Art von sehr grossen Maschinen keinen Markt gibt.
Saturday, June 16. 2007
Wer bezahlt die polnische Regierung dafür, sich mit jedem anzulegen? Und woher kommt diese übertriebene Sicht auf die eigene Bedeutung? Geht es bei Hamas vs. Fatah wirklich um unterschiedliche Sichtweise auf eine Religion, oder wird da nur das übliche Spielchen um Macht ausgetragen? Hat je der Kapitalismus für gerechte und angemessene Löhne gesorgt? Und welche Vorteile hat bitte ein Wettbewerbsföderalismus der Länder, wenn schon Bundesregierungen kaum noch Handlungsraum in einer Welt haben, dessen Lebens- und Handlungweisen zunehmend supranationaler werden? Warum gehoert die Linkspartei, selbst wenn sie sich Postkommunisten herausstellen, nicht ins Parlament? Und woher nimmt Herr Profalla die Arroganz, das bescheiden zu wollen? Ist das nicht Frage des Souveraens, der diese Frage über seine Wahl beantworten müsste?
Saturday, June 16. 2007
„Wenn ein Schlüsseldienst für die Anfahrt besser bezahlt wird als ein Arzt für einen Hausbesuch bei einem kranken Patienten und wenn eine künstliche Beatmung mit Herzmassage weniger kostet als die Programmradreparatur an der Waschmaschine, dann stimmt etwas nicht“, so der KBV-Chef. (via: Pepa)
Wednesday, June 13. 2007
Auch der oberflächliche Beobachter wird bemerkt haben, das die Postingfrequenz hier wieder erheblich nach oben gegangen ist, zumal jetzt auch endlich die Hardwaregrundlage dieses Weblogs auf stabile Beine gestellt worden ist. Es ist zwar immer noch ein Linux, aber ich suche mittlerweile nach einem warmen Plätzchen für eine oder zwei T1000, die ich mir so gegen Jahresende beschaffen werde. Mitarbeiterkonditionen machen das zwar nicht eben preiswert, aber bezahlbar.
Egal, was meinen Gesundheitszustand angeht: Ich war gestern bei der Magnetresonanztomographie, und kann Entwarnung geben. Das Schlimmste aller möglichen Szenarien war es nicht und eine Vielzahl anderer Segnungen moderner Apparatemedizin deuten darauf hin, das mit mein Körper sagen wollte: "Bis hier hin, und nicht weiter", aber das keine Erkrankung Grund der Vorkommnisse von vor zwei Wochen waren.
Die MRT von gestern ist uebrigens eine der unangenehmeren Erfahrungen meines Lebens. Eng. Laut. Und ich konnte meine Augen nicht geschlossen halten. Bei jedem Einschalten zuckten die Lider weit auf. Aber dafür entschädigt diese Technik mit faszinierenden Bildern. Ich weiss jetzt, wie es in meinem Schädel aussieht. Und auch wenn ich sehr genau weiss, wie diese Technik funktioniert, find ich es doch ein kleines Wunder, das man mit Magneten Bilder machen kann. Oder wie es in Arthur C. Clarkes drittem Gesetz definiert ist: "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic"
Also ... ich bin wieder da, es geht hier wie bisher weiter ... und alles andere wird sich weisen ...
Tuesday, June 12. 2007
Ich glaube, wir haben ein groesseres Problem, als wir alle dachten. Es kommt eine Hohlkopfgeneration nach George W. Bush. Drei Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in den USA haben in Diskussionen ernsthaft ihren Zweifel an der Evolutionstheorie geaeussert, wie sich einem Kommentar zu einer Gallup Umfrage entnehmen laesst: Two recent Republican debates have included questions to the candidates about evolution. Three candidates -- Sam Brownback, Mike Huckabee, and Tom Tancredo -- indicated in response to a question during the May 3 debate that they did not believe in the theory of evolution, although they have attempted to clarify their positions in the weeks since. Wenn irgendwelche religiösen Eiferer ihre Zweifel haben und solche kruden Theorien wie das intelligent design aufstellen, dann ist das eine Sache, wenn das aber die "mächtigste Person der freien Welt" glaubt, dann ist das ein Problem.
Wahrscheinlich glauben amerikanischer Republikaner auch nur deswegen an das Konzept der runden Erde, weil bisher noch kein Flugzeugträger irgendwo im All verschwunden ist.
Saturday, June 9. 2007
Ich glaube es gibt wenig, das beeindruckender ist, als einfach mal einem Gewitter zuzuschauen, wie es sich entwickelt und sich entlädt.
Friday, May 18. 2007
Das Blöde an gefühlten Sonntagen, ist die Tatsache, das darauf meist ein gefühlter Montag folgt.
Sunday, May 13. 2007
Ich beschäftige mich ja aus gegebenen Anlass schon länger mit den Erfahrungen, die andere mit Homeoffice machen. Interessanterweise gibt es kaum wirklich aussagekräftige Beispiele in Deutschland, du über Angebote hinausgehen, die von wenigen Leuten genutzt werden. Ich glaube, ich habe einen weiteren Hinweis darauf, warum Amerikaner total begeistert sind von Homeoffice-Konzepten, Deutsche sagen wir aber mal das nicht so hemmunglos übernehmen möchten. Es hängt mit dem doch sehr unterschiedlichen Städtebau in den USA und in Deutschland zusammen. Ich habe in Masoods Blog folgenden Punkt gefunden:
In major American cities, workers have to drive long distances (of the order of 80 - 200 km / day) from home to work and back, and a significant increase in gas prices, without a similar increase in better communications technologies (that allow people to reduce trips to work to compensate for other losses) or a similar increase in energy efficiency of automobiles (at the same unit price) can cause perturbations towards lower growth rates. Es ist klar, das man einen Mitarbeiter leicht davon begeistern kann, das von zu Hause arbeiten eine tolle Sache ist, wenn er jeden Tag etwa die Distanz zwischen Bremen und Hamburg pendelt (ich bin ein halbes Jahr zwischen Oldenburg und Hamburg (Tagesfahrstrecke 320km) gependelt und wäere wahrscheinlich der erste gewesen, der ein Homeofficeangebot angenommen haette).
Hier in Deutschland sind die Distanzen aber in der Regel wesentlich kürzer. So etwa in der Groessenordnung 10-40 km (bei mir sinds 4 km hin und zurueck, aber das ist das andere Extrem). Da hat zur Folge, das viele der positiven Effekte einfach in Deutschland nicht vorhanden sind. Klar geht die Worklife-Balance den Bach runter, wenn man 200km die Highways in der Bay Area mit 55 Meilen runterjuckeln muss. Aber in Deutschland, das bei weitem nicht über diese Flächenstädte verfügt? Wer sich mal Los Angeles aus der Luft angeguckt hat, wird so ungefähr einen Eindruck haben, was ich meine. Ich glaube, das Los Angeles schon auf halben Wege Richtung Las Vegas wäre, wären da nicht die Rockies im Weg  Man muss auch Bedenken, das die meisten europäischen Städe auch über über bessere öffentliche Nahverkehrssystem verfügen (Wer die BART kennt, weiss die Hochbahn zu schätzen).
Ich glaube, das Homeoffice-Konzepte in Deutschland einfach nicht so richtig angenommen werden, hauptsächlich damit zu tun hat, das die städtebaulichen Grundlangen in Europa so vollkommen anders sind. Die Probleme der Mitarbeiter sind deswegen auch einfach andere. Wer sich 200km fahrt jeden Tag sparen kann, nimmt eben auch leichter Einschränkungen in der Kommunikation mit seinen Kollegen hin. In Europa fehlt der Vorteil, um sich den grossen Nachteil irgendwie ausgleichen zu können.
Sunday, May 6. 2007
Ich habe mich gestern absichtlich vom Rechner ferngehalten. Oder genau genommen. Ich habe mich absichtlich von meinem Blog ferngehalten. Ich hätte mich sonst wahrscheinlich zu einem bitterbösen Artikel hinreissen lassen. Aber wie sagte mein ehemaliger Chef noch, wenn ich mal wieder dabei war, ballistisch zu werden: Jörg, beruhig dich. Schlaf erst mal drüber. Und lass die Finger von der Tastatur.
PS: Nein, ich werd nicht schreiben, worum es geht/ging.
Saturday, May 5. 2007
Innerlich. Vor mich hin ...
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Comments
Thu, 28.08.2008 11:42
I called it fangorn (sindarin for Treebeard) because it´s th e oldest active machine in my home office.
Thu, 28.08.2008 10:23
My old Sun Ultra 10
Thu, 28.08.2008 09:08
Writing this comment on a Sun Ultra6 with 2x450MHz und 2 GB RAM. It is a fine hardware.
Thu, 28.08.2008 01:06
There is another aspect of MAI D, when it is done properly, w hich is the design of a physic al enclosure for the dis [...]
Wed, 27.08.2008 22:36
I'm not particularly convinced by MAID either. The little I' ve looked at it, they try to k eep the discs alive by d [...]