Sunday, June 11. 2006
Welche kranke Seele hat sich denn bitte diesen Workflow ausgedacht. Man kann am Hamburger Hauptbahnhof nicht mehr an einem Automaten seine Fahrkarten auswählen, bezahlenn und erhalten. Man muss sich jetzt die Verbindung an einem Automaten auswählen, dann einen Ausdruck anfertigen, mit diesem Ausdruck zum Kassenautomaten gehen, da das Papier unter einen Barcodeleser halten und dann bezahlen. An diesem Automaten erhält man dann auch die Fahrkarten. Und ich frage mich, was an den alten Automaten schlecht war. Wenigsten hat die Bahn einen Erklärbeauftragten abgestellt, wenn ich so von der b.c-Lounge in den SB-Bereich gucke, sind diese Automaten alles andere als Selbstbedienung.
Sunday, June 4. 2006
In Japan gibt es auch dicke Menschen. Naja, ist ja auch klar, warum sollte ausgerechnet dieses Land von der Geissel der Adipositas ausgenommen sein. Ausserdem, Sumo-Ringer sind ja auch in professioneller Art und Weise ein wenig aus der Form geraten.
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Monday, May 29. 2006

Das sind so die kleinen Stellen, die ich an Hamburg so mag. Das hier ist nicht etwa an einem Vorstadtbahnhof aufgenommen worden, sondern am Gleis 14 am Hamburger Hauptbahnhof. Wirkt menschlicher die Stadt, wenn das Grau dem Grün weichen muss.
Monday, March 6. 2006
... gibt es eigentlich einen Grund, warum Ihr bei Euren Hotspots die zusätzliche Prüfzahl in einem eingeben lasst, dessen Eingaben sichtbar sind? Damit dann in einer gut gefüllten b.c-Lounge auch so wirklich jeder die Eingabe sehen kann ....
Monday, February 27. 2006
Es gibt Tage, da verfluche ich denjenigen, der in meiner Firma auf die Idee gekommen ist, das man in Zeiten sinkender IT-Budgets sich diesem anpassen muss, und demnach in der zweiten Klasse durch die Lande fahren darf. Jetzt bin ich niemand der Gattung "Man schmeisse mit Kaviar, damit der Poebel darauf ausrutsche". Nein, ich sehe das Fahren in der ersten Klasse nicht als Luxus oder Prestige an, eher als pure Notwendigkeit. Gerade in Momenten wie diesen wuensche ich mir einfach nur einige Milimeter mehr Platz.
So gerät die Fahrt im Zug nach Berlin aber in eine riesige Was-passiert-dann-Maschine. Verschiebt der Nebenmann seinen Oberkoerper, so muss ich mein Bein verdrehen, um noch Platz zu finden. Dadurch drückt das andere Bein gehen den im Tisch integrierten Mülleimer, und droht den darauf befindlichen Becher Tee dem Boden entgegenzustürzen. Um das zu verhindern, bewege ich meinen Fuss nach vorn, trete dabei unabsichtlich das Gegenüber, welches sich anders hinrückt, und dabei die Sitznachbarin anstößt, sich - weil vor sich hindösend - ein wenig erschrickt dabei und ihre Handtasche auf den Gang umkippt. So ähnlich wie die Höllenmaschinen mit Luftballons und Kisten bei Ernie und Bert. Nur das diese Maschine leider tadellos funktioniert.
Sunday, January 15. 2006
Ein Bericht ueber die Extrempendler in der Zeit.Ich bin zwar kein wirklicher Extrempendler, aber viele der Gedanken kenne ich. Ich fahr diese Strecke nicht täglich, aber dann doch oft genug, um einige Menschen wieder zu erkenen.
Saturday, December 17. 2005
Ich habs als ehemaliger Flugangstpaniker leider noch nicht zur Senatorkarte gebracht, FTL ist auch fern, dafür kann ich mittlerweile eine hart erfahrene bahn.comfort-Bahncard 50 vorweisen, die ein stattliches Punktekonto von 4650 Punkten aufweist (Für Bahnexperten: Fragt nicht warum das so hoch ist, Reisekostenpolicies sind mitunter etwas seltsam, das haengt aber auch mit den deutschen Steuergesetzen zusammen. Normalerweise kann man in der zweiten Klasse nur wenig ueber 3000 Punkte kommen). Mittlerweile wäre ich eigentlich ein Anwärter für eine Bahncard 100 honoris causa.
Beim Stoebern in fremden Blogs ist mir ein Artikel aufgefallen, der mir aus den tiefsten Gründen meiner Seele spricht. Noch mal die Stimme der freien Welt. Diesmal zum Thema Dienstreisen:
Zurück im Hotel sei es dem geneigten Reisenden dringend empfohlen, die bereitgestellten Zahnputzbecher im Bad NICHT zu benutzen - auch wieder unabhängig von der Hotelklasse. Ein renomierter Hotelmanager teilte mir auf einer Party einmal mit, daß diese Becher von den gleichen Damen saubergemacht werden, die auch die Klos reinigen. Ohne Handschuhwechsel. Wie genau diese Reigung vonstatten geht, will man liber nicht genau wissen. Seit dieser Erzählung bevorzuge ich jedoch, Wasser direkt aus der Leitung zu trinken.
Da bin ich doch froh, das ich Zahnputzbecher nur zum Abstellen der Zahnbuerste verwende .... mag ich garnicht dran denken.
Die eigenliche Pest an Dienstreisen sind allerdings die zahlreichen Bargeldvampire. Egal wieviel Bargeld man am Anfang der Reise hatte ... am Ende hat man nur noch genausoviel, um sich das S-Bahnticket vom Bahnhof nach Hause zu kaufen. Auch wenn man für alle Eventualitäten zwei unterschiedliche Kreditkarten hat und die Fahrkarten via Bahntix von der Firma bereitgestellt werden. Ist alles unerheblich. Der nächste Gang nach der Reise ist der Gang zum Geldautomaten.
Achja ... Bahntix und Ich ... eine Geschichte voller Missverständnisse ... ich hab zwei mal bereits vor den Automaten gestanden ... innerhalb von zwei Wochen ... ohne das gewünschte Ergebnis. Es kommen dann Phantasien auf, die damit zu tun haben, einen solchen Automaten aus der Verankerung zu reissen und ihn auf den Service-Point zu werfen. Diese Phantasie endet dann doch meistens damit, das man daran denkt, das diese Automaten etwas schwer sind und man selbst nicht grün genug für solche Hulk-Nummern ist.
Thursday, December 15. 2005
Ein Kollege hat schuld. Hat mich neugierig gemacht. Meinte das sich ein Stück sich kaum in Hamburg aufführen lässt. Weil zu orpulent. Er hat auch gewissermassen recht. Das Stück, stammt wohl aus einer Zeit, als auch Musiker noch preisgünstig zu haben waren beziehungsweise es noch keine Maastricht-Kriterien gab und man für einen Staatsakt noch ein bisschen mehr springen liess.
Nun ja .. nun sitze ich mit diesem Stück auf den Ohren im Zug. Heimweg. Richtung Hamburg. Ja. Heimweg. Morgens. Migration war erfolgreich. Die Nacht nicht. Ich streich das Hotel der gestrigen Nacht von meiner Liste der von mir präferierten Hotels. Ich konnte nicht schlafen. Bett zu hart, Luft zu staubig. Das Paar nebenan Augenscheinlich auch nicht, aber aus anderen Gründen. Augenschliessen, ausruhen, wegdösen, gute Musik hören. Eben oben genanntes Stück.
Egal. ICE 1616 ... westwärts. Berlin. Hamburg. Ungewohnt. Um diese Zeit. Was mir in letzter Zeit immer wieder auffällt: Die Städte gleichen sich. Man steigt ein, man steigt aus. Und überall dasselbe Bild. Douglas,Crobag, Hagen Dasz. Vor einem eine Horde in Hasi&Mausi gewandete elektrogebräunte Frauen... Mächen ... oehm... was sind das eigentlich ? Nur dem Winter ist zu verdanken, das man diesmal nicht den Weg des Tangas durch die Pobacken verfolgen kann ("DAAAANKE Winter ... puh"). Sind das andere, sind das die gleichen? Telephonierende Damen im Businesskostüm, mit dem PDA handtierende Herren im teuren Zwirn. Das Klackern der Trolleys auf dem Bahnsteig. Alles austauschbar. Umschauen, um zu überprüfen, ob man auch am richtigen Ort ausgestiegen ist. Scheint Hamburg zu sein. Angekommen. Endlich.
PS: Achja, das Konzert von dem ich am Anfang sprach, ist das Requiem von Berlioz.
Wednesday, December 7. 2005
Ich glaube, es ist die frühe Morgenstunde, die in den Zügen jede Höflichkeit zum Teufel fahren laesst. Es wird gedrängelt. Ist ja normal. Es wird um jeden Zentimeter beim Einstieg gekämpft. Auch normal. Gewöhnt man sich dran. Wann immer es um Verteilungskämpfe geht - und sei es nur um einen Sitzplatz in einem Fernreisezug der Deutschen Bahn - ist schon mal mit leichten Einschränkungen bei der Benimmfähigkeit. Mach ich auch. Bahnfahren in einem vollbesetzten Zug ist nun mal ein Vollkontaktkampfsport, auch wenn ich versuche, so wenig Leuten wie möglich auf die Füsse zu treten. Und Reservierungen machen Bahnfahren wirklich sehr viel entspannter.
Es gibt nur ein Benehmen, das nicht zu entschuldigen ist: Gewaltrücksteller. Das ist jene Gattung Mitfahrer, die sich in das fahrende Sitzmobiliar wirft und als erstes den Sitz in einer Geschwindigkeit und Kraft zurückstellt, als würde es um das Verformen von Stahlblechen im Akkord gehen. Jetzt geht es mir nicht so sehr um die Sitze, die gehören der Bahn und sind wohlweisslich so gebaut, das sie einige tausend dieser Volltrottel vertragen. Es geht mir eher um das , was hinter diesem Sitz ist. Die Knie der Mitmenschen, Notebookbildschirme, Thermoskannen.
Ist es zuviel verlangt, kurz nach hinten zu gucken, und darauf hinzuweisen, das man plant, sich in eine beinahe liegende Position zu bringen. Oder zumindest Kraft und Geschwindigkeit so reduziert, das man als Mitreisender eine Chance hat, auf die empfindliche Einschränkung des eigenen Bewegungsraumes zu reagieren.
Thursday, November 24. 2005
Ich mag Berlin nicht. Und je öfters ich diese Stadt besuche, desto mehr beginne ich sie zu hassen.
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Monday, November 14. 2005
Manchmal erinnert mich der Tumult an den Türen eines Zuges an den Kampf von Tieren an der Wasserstelle. Um es mal klarzustellen, es geht hier nur um die Frage ob man die nächste Stunde steht oder sitzt ... also nichts wirklich existenzielles ... aber trotzdem wird hier im Rahmen menschlicher Zivilisation gekämpft, es wird sich vorbeigeschoben, reingedrängelt, Wobei man sehr genau zwischen Nahverkehr und Fernzügen unterscheiden muß. Die Drängelei vorm Intercity geht sehr zivilisiert ab, bei der U3 am Hauptbahnhof sieht das mitunter schon anders aus.
Was beiden Menschengruppen aber nicht ganz klar zu sein scheint, ist die Tatsache, das zu einer Zeit an einem Ort nur ein Körper existieren kann (die Physiker unter uns werden jetzt sagen :"Ja, das gute alte Pauli-Prinzip"). Somit ist man gezwungen den anderen Körpern auszuweichen, der Überlebenskampf an der Waggontür lässt ein Ausweichen der Einsteigenden einfach nicht zu. Zu gross würde der Selektionsdruck werden. Der Weg aus diesem Tumult ist also nicht etwa eine gerade Linie, die kürzesten Weg darstellen würde , sondern eher eine hochkomplexe Schlangenlinie, mit der sich der Austiegswillige durch die Horde der nach Einstieg begehrenden Personen durchlavieren muss.
Die Tansferleistung, das ein schneller Ausstieg auch zu einem schnelleren Einstieg führt, kann die Gruppe als ganzes nicht vollbringen. Dies wird ja auch durch das Dilbertsche Theorem vorhergesagt, das der Intelligenz einer Gruppe 100 minus 10 pro Gruppenmitglied ist, mithin also eine Gruppe mit dem Intelligenzquotienten einer frischen Packung Toastbrot die Wege blockiert.
Saturday, November 12. 2005
Früher gab es das Weltbild mit der Erde in der Mitte. Das haben irgendwann weise Leute als ausgemachten Schwachfug erkannt, und stattdessen die Sonne in das Zentrum gerückt. Anfang des letzten Jahrhunderts (komisch von seinem Geburtsjahrhundert in dieser Form zu schreiben) hat dann Herr Einstein uns erklärt, das sowieso alles relativ ist, und damit sowieso jede Orientierung für den Eimer ist.
Wir sind wieder vor einem solchen Paradigmenwechsel der menschlichen Zentrierung. Das Zentrum des Universums in seiner ganzen Schönheit ... ja, nun, ja ... das sind wir selbst. Zumindestens ist dieser Glaube sehr weit verbreitet. Wenn die Anhänger dieses Glaubens stehen bleiben, bleibt die Welt stehen. Glauben sie zumindestens. Das führt dazu das sie mitten im Weg stehen bleiben. Hinter ihnen können sich ganze Menschenmassen im gleichförmigen Fluß eines organischen Strebens in Richtung ihrer Ziele befinden. Doch sie sind der Kummulationspunkt, sie sind der Attraktor in diesem Meer des Chaos. Blockieren den Weg. In Ihrer Orientierungslosigkeit bleiben sie an Orten stehen, an denen sie am meisten stören. In der Mitte des Weges, weil ihr die Orientierung verloren habt. Vor den Türen eines Zuges, während 30 Leute rein und 30 Leute raus wollen. Als einzige Person auf der linken Seite der Rolltreppe, kurz bevor der letzte Reisezug an Ziel geht. Im Gang im Bus, weil ihr euch nicht entscheiden könnt, ob ihr euch links oder rechts vom gang setzen sollt. Streckt eure Hintern unausweichbar in die Mitte der Gänge im Supermarkt. Ihr seid langsam, andere sind schneller. Doch das versteht ihr nicht. Das erkennt ihr nicht. Ich mag euch nicht.
Thursday, October 6. 2005
228 Stundenkilometer. Kommt einem garnicht so schnell vor. Als Kind hätte man wahrscheinlich noch leuchtende Augen bekommen bei dieser Zahl und waere bei dieser Geschwindkeit wahrscheinlich keinen Millimeter von der Geschwindkeitsanzeige des ICE gewichen, hätte die Erzeugerfraktion mit einer Litanei vorgelesener Geschwindkeitsangaben in den nervlichen Ruin getrieben.
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Thursday, October 6. 2005
Sechsuhrfünfundvierzig in der früh. Der Katapult bringt mich wieder in die Hauptstadt unseres Staates, um mich dann in einen der Pendlerzuege auszustossen, die mich dann in die Vorortlandeshauptstadt zu bringen. Richtig Lust habe ich keine mehr. Die ist mir umfassend vergangen. Sechsuhrfuenfzig und mein Glaube an die Mitmenschen ist wieder mal erschuettert.
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