Sunday, April 6. 2008
Ich finde ja auch, das persoenliche Durchsagen mehr Charme haben als jene vom Band und ich weiss, das auch mein Englisch nicht sehr berauschend ist ... aber "Thö wiekent tikket is no volid in trein" geht auch mir dann zu weit ..
Friday, April 4. 2008
Also irgendwie scheinen Gleise momentan eine ziemliche Anziehung auszuueben. Vorgestern S-Bahnzuege zwischen Hammerbrook und Hamburg gestoppt wegen Polizeieinsatz im Gleis. Heute morgen RTW-Einsatz im Zug wegen wasweissich ... auf jeden Fall blieb der Zug erstmal im Bahnhof Hasselbrook stehen. Letzten Samstag stuerzt jemand auf die Gleise im Bremer Hauptbahnhof. Er hat Glueck, das auf dem Gleis zu diesem Zeitpunkt kein Zug faehrt ... ein Güterzug kommt spaeter rechtzeitig zum Stehen waehrend die Person aus dem Gleisbett gezogen wird. Die Person duerfte ihr Leben der Geistesgegenwart des auf dem Gleis anwesenden Personals verdanken ...
Der Tote auf auf den Gleisen bei Halstenbek/Krupunder letzte Woche hat sich laut Hamburger Abendblatt ueberigens als ein 19 jähriger Mann herausgestellt.
Friday, March 7. 2008
Ich habe mich in den vergangenen Jahren schon gefragt, für wen unterschichtoides Fernsehen gemacht wird. So wie "Jetzt wird alles gestanden" oder Babara Salesch oder wie die Formate so alle heissen, die bei mir nur einen Fremdschämanfall nach dem anderen ausloesen. Ich sitze gerade in einem Zug Richtung Bremen. Etwa drei Sitzreihen vor mir in Blickrichtung sitzt wohl die Zielgruppe. Etwa 20 Jahre alt, Muskelshirt, bauchfrei, LLAI-Schirmmütze. Wohlgemerkt der maennliche Part des Paares. Der weibliche Part sieht noch recht normal aus, wohl etwas juenger, laesst sich von ihrem Begleiter uebel zusammenstauchen, ohne das eine angemessene Reaktion kommen würde. Einige Kommentare sind dergestalt, das eine Frau mit Selbstachtung wohl zur Kastration schreiten wuerde.
Gerade entdeckt Herr Proll die Existenz von Funklöchern. Uebrigens mit einem Telephon im Zug ueber die Freisprechfunktion telephonierend. Was soll das? Ist das jetzt hip?
Zu diesem infernalischen Duo kommt noch eine weitere Frau dazu. Gelinde gesagt, eine wohlgenährte Person. Ueber den Mittelgang hinweg werden die Erlebnisse der letzten Tage rekapituliert. Vieles davon aus der Kategorie "Too much information", nichts mit der Bedeutung, das die Lautstärke rechtfertigen würde, mit der apokalyptische Trio hier die Hälfte des Zuges je nach persönlicher Toleranzschwelle nervt oder unterhält.
Wenn man sich diese Ansammlung von Menschen ansieht, versteht man ploetzlich, warum sich oben genannte Formate so lange halten koennen. Es ist einfach Bedarf fuer Formate, die sich davor hüten, irgendwelche Informationen in die Haushalte diese Menschen zu transportieren. Denn den Effekt auf diese drei Mitreisenden, die ich nur bis Bremen ertragen musste, waere wahrscheinlich fatal.
Friday, February 15. 2008
An manche Dinge im Rahmen der Emanzipation muss man sich ja wirklich erst gewöhnen : Als ich bei der Bundeswehr war (93-95), haben in den Zügen der Bahn Freitags nur Männer (naja, etwas das vielleicht mal in ein paar Jahren mal sowas ähnliches wie ein Mann werden würde) gesessen , die sich über die Vorkommnisse in der Truppe unterhalten haben. Vieles davon eigentlich sehr belangloser Kram. Mit bloeden Sprüchen galore. Seit heute weiss ich: Frauen in Uniform (auch wenn sie in Zivil mit der Bahn fahren) können das genauso gut mit genau der gleichen Inbrunst und sogar bloeden Sprueche sind gleich geblieben ...
Tuesday, February 5. 2008
Obwohl ich einen fahrbaren Untersatz mein Eigen nenne, fahre ich gerne mit S-Bahn. Ich habe einfach keine Lust mich durch den Verkehr zu quaelen fuer eine Strecke, auf der der Motor nur maessig warm wird. Ausserdem würde man eine Menge verpassen. Wo findet man sonst Menschen mit so gegensätzlichen Lebensentwürfen auf einem Haufen sich gegenseitig durch die pure Anwesenheit nerven?
Manchmal ... wirklich selten hört man aber auch Sätze, bei denen man sofort überlegt, ob das nun wirklich gesagt worden ist. Gestern sogar über die Lautsprecher des Bahnsteigs an der Haltestelle Hammerbrook. Man muss dazu wissen, das die Bahn für den Valentinstag in das Datinggeschäft eingestiegen ist: Es gibt naemlich nun den Flirtexpress. In Hamburg heisst das , das ein Zug voller einsamer Herzen in den Zug steigt und vom Berliner Tor nach Aumühle und wieder Zurueck fährt (vulgo: der stadtöstliche Teil der S21) und einen ganzen Haufen genauso einsamer, aber nun zusätzlich enttäuschter und genervter Herzen wieder ausspuckt. Und nebenbei angemerkt: Diese Strecke ist so ziemlich die langweiligste Strecke, die Hamburg zu bieten hat.
Ich habe ja schon häufiger gehört, das Hamburg vergreist und versinglet, aber das es so schlimm geworden ist, das jetzt auch die Bahn um die Arterhaltung bemüht, wusste ich noch nicht. Anderseits .... ohne eine solche Aktion müsste man auf Durchsagen wie "Vorsichtig bei der Einfahrt, sie könnten sich verlieben" nebst ungläubigen Gesichter der am Bahnsteig stehenden Menschen ob des gerade Gehörten verzichten.
PS: Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich die Bahn Dating vorstellt. Die Bahn glaubt ja auch, das ein Minitetrapack Orangensaft eine Entschuldigung darstellt, das man gerade 45 Minuten zu spät an seinem Ziel angekommen ist ...
Update : Die alte Überschrift "Der Bahn fördert die Arterhaltung" ist in der Entstehung leicht erklaert. Ich dachte das wäre der HVV, der dafür verantwortlich ist. Ist aber die Bahn. Man sollte dann nur noch den Artikel ändern ...
Sunday, November 18. 2007
Wenn ich eins hasse, dann sind das Bahnbeamte, die unbedingt meinen ein Exempel statuieren zu müssem: Ich sitze hier im Zug Richtung Bremen. Irgendein Idiot hat eben die Notbremse gezogen (Mutter in den Zug gebracht, und nicht rechtzeitig ausgestiegen). Anstatt einfach die Personalien aufzunehmen und die betreffende Person aus dem Zug zu treten, muss dann unbedingt die Bundespolizei gerufen werden. Na toll. So wird aus puenktlich 20 Minuten verspätzung. Was für mich wiederum heisst: Den Zug in Breme Richtung Norddeich bekomme ich nicht ..
Sunday, July 1. 2007
Diesen Trick vom Nuf muss ich mir merken: Deswegen buche ich für mich gleich immer ein ganzes Abteil. Immerhin kann man ein Abteil für nur neun Euro für sich alleine haben. Man bestellt seine Tickets einfach im Internet und gibt fünf Kinder unter fünf Jahren an und dass man auf keinen Fall in einem Großraumabteil sitzen möchte.
Thursday, June 21. 2007
Sie sehen gut aus, sie sind anscheinend gut gebildet, sie sind erfolgreich. Ihnen trieft die Arroganz aus jeder Pore. Kurz: Sie sind Teil der Elite dieses Landes. Und sie können trotzdem nicht Wagen 21 und 22 voneinander unterscheiden, insbesondere nicht bevor sie versuchen, andere Leute von "Ihren" Plätzen zu verscheuchen.
Friday, April 20. 2007
Wer sich mal eine richtige bahn.comfort-Lounge ansehen will, sollte sich wirklich mal nach Leipzig begeben. Meterhohe Decken, alter Holzfussboden. Das nenne ich doch mal angemessen. Wenn jetzt noch livierte Diener rumlaufen und Ohrensessel rumstehen würden, wäre es perfekt. Man reiche mir bitte meinen Earl Grey
Tuesday, April 3. 2007
Leider haben wir ja den Franzosen das Feld der Rekordbahnfahrten komplett ueberlassen. Macht aber auch Sinn, denn nach so einer Fahrt kann man erstmal die Strecke wieder instandsetzen. Nichts destrotrotz: Herzlichen Glückwunsch nach Frankreich zum neuen Rekord. Ein beeindruckendes Video ist hier zu finden. Man achte in der Mitte des Films darauf, welche Lautstärke der Zug noch auf weite Entfernung produziert.
Wednesday, January 24. 2007
Bevor man in bestimmten Bereichen UMTS noch schneller macht: Könnte man sich mal drum kümmern, das man im rollenden Ballungsgebiet zwischen Hamburg und Berlin mal durchgängig zumindestens GPRS hat?
Wednesday, January 17. 2007
IC aus Rostock .... 80-90 Minuten Verspätung wegen Tieren im Gleisbereich? Treibt da wieder ein Schäfer sein Viecher unter den Zug?
Sunday, December 31. 2006
Ich habe jetzt einen Feind mehr, oder besser gesagt eine feindlich gesinnte Frau, gesammelt. Unbekannterweise. Von Null auf Feind in 5 Sekunden. Ich werd immer besser. Im Zug. Am Einstieg. Frau ist in Begleitung einer Mickertöle. Der Hund ist natürlich stilecht ebenfalls in Kleidung gewandet. Klischee pur. Frau echauffiert sich: Sie soll mich umsetzen. Von wegen Angst vor Hunden. Dabei hätte sie doch reserviert.
Ich hab mich wirklich bemüht, ich habs versucht, ich konnte dann leider doch nicht mehr an mir halten: "Das Konzept nennt sich Rücksicht. Aber das kennen sie nicht". Menschen, die ihre Hunde anziehen, haben es sowieso nicht anders verdient, als öffentlich defaced ... oehm ... zurecht gewiesen zu werden.
Thursday, December 28. 2006
Was ist eigentlich so schwer am Konzept der "Zugteilung im Hamm" zu verstehen. Es wird ja noch in einer grossen Litanei gesagt, das in Hamm die Züge getrennt werden, und das es eine vordere und eine hintere Hälfte gibt. Aber trotzdem schaffen es immer wieder eine ganze Reihe von Fahrgästen, in den falschen Zug zu steigen. Ich mein ja ... so ein ICE hat ein beleuchtetes Display mit Zugnummer, Zuglauf und Waggonnummer. Mit diesen Daten kann es doch nicht soooooo schwer sein, richtig einzusteigen. Lesen und Transferleistungen scheint aber nicht mehr auf der Agenda von Homo dolcis gabanis vulgaris. Zwei dieses Schlags liefen gerade durch den ICE Richtung Köln die dann in unüberhörbarer Lautstärke ihr Versagen kund taten: "Oh das sind ja noch 12 Wagen".
- Kenner der Materie wissen, das bei diesem Zug 12 Waggons entgegen der Fahrrichtung von Wagen 34 etwa 200 Meter hinter dem Zugende liegt. Naja, vielleicht auch kein schlechter Platz fuer die beiden.
- Wie man in zwölf Waggons von Wagen 34 in Wagen 22 ankommen will, wenn man aus dem Wagen 33 kommt und Richtung 35 geht, ist mir ein wenig schleierhaft ....
Wo, wir gerade bei diesem Menschenschlag sind: Lieber Herr Schnautzbartträger, dem ich vor zwei Wochen im Hamburg Hauptbahnhof bemerken musste, es ist nicht das Problem der Bedienung, wenn ihre elektrogetoaste, wasserstoffblondierte Angebete das Wort "Latte Macchiato" nicht aussprechen kann, und auf die Bestellung "sonenkaffeemitmilch" folgerichtig einen "Milchkaffee" und nicht das intendierte Getränk erhält. Das Beschimpfen der Bedienung bringt garnichts. Da hilft Ihnen nur hoffen, das die Gerüchte bezüglich der Fähigkeiten von Menschen mit besonders glatter Hirnoberfläche der Wahrheit entsprechen.
Monday, November 20. 2006
Irgendwie war der Zug von Berlin nach Hamburg für den 17:14-ICE merkwuerdig leer .... vier Personen in Wagen 31 ist nicht mal ein Zehnte l der üblichen Zahl.
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