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GPLMonday, September 11. 2006Trackbacks
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Hallöchen,
ich gehe einig mit deiner Annahme, dass die gerichtliche Durchsetzung der GPL der verbreitung von OS-basierenden Geräten auf Dauer nicht unbedingt zuträglich sein kann. ABER: Wenn jeder Hersteller GPL-Komponenten nach Gutdünken abändern und mit kommerziellen Modulen versehen kann, so ist das Endprodukt nicht wesentlich offener als ein komplett proprietäres Produkt. Warum wollen wir die Verbreitung von Linux und generell Open Source in der Hardware? Mein Hauptgrund ist die gewonnene Freiheit: Um beim Linksys-Beispiel zu bleiben: Ohne die Linux-Basis sind wir als Enduser auf das vom Hersteller angebotene Featureset angewiesen. Wollen wir mehr, müssen wir ein anderes Gerät anschaffen. Mit der freien Grundbasis aber können wir selbst als Enduser die fehlenden Komponenten nachrüsten. Diese Freiheit ist für mich der Grund, die Verbreitung von freier Software zu wünschen. Und genau diese Freiheit ist nicht mehr gegeben, wenn die Hersteller sich nicht GPL komform verhalten, da die resultierenden Systeme ziemlich schnell unmodifizierbar werden. Ein Beispiel sind Beispiel Motorola-Telefone, welche AFAIK ein proprietäres Kernelmodul für die Telefonfunktionen verwendet hatten, was es unmöglich machte, den Kernel auf einen aktuellen Versionsstand zu bringen. Nun, da eine schwache, verschwommene Auslegung der GPL keine Vorteile für den Enduser mehr bringt, bleiben noch ideelle Aspekte: Warum soll ich als Programmierer meine Arbeit einer kommerziellen Entität zur Verfügung stellen, welche mit meiner Arbeit Werbung macht (über Features oder sogar über die Herkunft - netfilter ist z.B. ein guter Name, ein Gerät zu vermarkten), welche mir aber nichts zurückgibt. Weder Verbesserung an meiner Komponente, noch die Freiheit das Endprodukt weiter zu modifizieren. Wenn der Hersteller ein kommerzielles OS kauft, so ist mir als Programmierer von Software das ziemlich egal, weil ja nicht mein Code im Endprodukt drin steckt. Wenn der Hersteller aber meinen Code verwendet, so will ich eine Gegenleistung: Sei das die Verbesserung meiner Software (durch zurückfliessende Patches) oder die gewissheit ein Veränderbares Endprodukt zu bekommen. Oder gar eine finanzielle Kompensation für mehr Rechte am Code, wobei das aber nicht die verbreitete Haltung ist. Mit nochmals anderen Worten: Die Verbreitung von nicht GPL-komformer Software ist nicht besser als die Verbreitung kommerzieller Software. Insofern können noch so viele Gerichtsurteile vorliegen, welche der Verbreitung von GPL-Software noch so abträglich sein können - die Community gewinnt nichts durch die professionelle Verbreitung von Raubkopien, welche von den Herstellern im Moment praktiziert wird. Philip PS: Bitte mach' dieses Kommentarfeld hier etwas breiter :p
Ich sehe keine Sinn darin, Linux als Selbstzweck toll zu finden. Wenn irgendwo Linux verbaut wird, finde ich das toll, weil ich (oder jemand anders) dann den Code ändern kann, relativ einfach Programme drauf portieren, etc.
Wenn daruf ein closed-source ding läuft, und ich Zugriff auf den Userspace habe, ist das immerhin etwas. Leider passiert das nie im embedded-bereich. (Ausnahmen sind vielleicht Smartphones und PDAs) Die Konsequenz aus Deiner Argumentation wäre ein Worst-of-Both-Worlds: Worin liegt der Vorteil, dass ein Hersteller Linux einsetzt, wenn er den Code nicht veröffentlicht? Hilft das Linux, der "Linux Ecosphere" irgendwie? Ich denke nicht, ganz im Gegenteil. Und Dein beschriebenes Library-Link-Problem kann man durch Kernel-APIs (quelloffen), die von Deiner Library benutzt werden, umgangen werden. Das ist nicht gerne gesehen, aber legal. Intel macht das so mit ihren WLAN-Treibern, da diese anscheinend aus legalen Gründen Closed-Source sein müssen. |
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Wed, 23.05.2012 00:11
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Mon, 21.05.2012 18:04
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Sat, 19.05.2012 09:50
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